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Peking ist das nächste große Ziel

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Das Rennrodel-Doppel Tobias Wendl (l.) und Tobias Arlt hat bei den Olympischen Winterspielen sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftswettbewerb die Goldmedaille geholt. In vier Jahren in Peking möchten die beiden auch wieder dabei sein. (Foto: Wechslinger)

Die Rennrodler Tobias Wendl vom RC Berchtesgaden und Tobias Arlt vom WSV Königssee haben mit ihren Siegen im Einzelbewerb und in der Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Sportgeschichte geschrieben.


Schließlich sah es nach der Dominanz des deutschen zweiten Topdoppels Toni Eggert und Sascha Benecken während der gesamten Weltcupsaison nicht unbedingt nach einem Sieg von Wendl/Arlt aus. Doch die beiden belehrten ihre Kritiker eines Besseren und holten neuerlich Doppelgold.

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Wie war Pyeongchang insgesamt?

Tobias Arlt: Die Menschen dort waren sehr freundlich, das Umfeld gut. Die Wettkampfstätten waren zügig erreichbar und vor allem waren wir sehr erfolgreich.

Wie habt ihr es geschafft euch durchzusetzen, nachdem Eggert/Benecken die Saison über dominiert haben?

Tobias Wendl: Wie schon mehrfach gesagt, haben wir uns auf dieses Event ganz speziell vorbereitet und den Weltcup dazu genützt, unser Material voranzubringen. Wir haben sehr zielstrebig darauf hin gearbeitet und bei den Rennen hat dann alles gepasst.

Was bedeutet für euch der neuerliche Gewinn von zwei Goldmedaillen?

Arlt: Es ist die Erfüllung eines Traums. Schon die zwei Siege in Sotschi waren atemberaubend. Aber das Ganze vier Jahre später noch einmal zu wiederholen, ist unbeschreiblich schön. Es ist für uns immer noch unfassbar.

Was macht den Unterschied zu den anderen aus?

Wendl: Wer uns kennt, weiß, dass wir sehr zielstrebig und konzentriert zu Werke gehen und auch sehr schnellkräftig sind. Unser größter Vorteil ist aber wahrscheinlich unsere Lockerheit und eine innere Ruhe.

Wie war die Resonanz nach eurem Sieg im Einzel- und im Mannschaftswettbewerb?

Arlt: Unbeschreiblich, denn viele dachten natürlich, dass wir nicht an unseren Mannschaftskameraden Toni Eggert und Sascha Benecken vorbeikommen würden. Schließlich hatten die beiden ja die Weltcups so dominiert.

Habt ihr an euren Sieg immer geglaubt?

Wendl: Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben. Doch planen und erwarten darf man so etwas nie. Wir haben gewusst, dass wir schnell sind und dass wir noch ein bisschen etwas zulegen können. Im Rennen hat dann alles gepasst.

Was habt ihr in Pyeongchang noch alles unternommen?

Arlt: Wir haben uns noch andere Wettkämpfe wie Eishockey und Bob angesehen. Außerdem waren wir Skifahren und haben uns Seoul angeschaut. Und natürlich waren wir auch golfen.

Habt ihr die großartigen Spiele der deutschen Eishockeymannschaft gesehen und was sagt ihr dazu?

Wendl: Wir waren im Viertel- sowie im Halbfinale gegen Schweden und Kanada im Gangneung Hockey-Center und von der Leistung des deutschen Teams sehr beeindruckt. Das Endspiel haben wir im Fernsehen gesehen, da ja fast zeitgleich die Entscheidung im Viererbob war, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten.

Wie waren die Feierlichkeiten im Deutschen Haus und im Kufenstüberl?

Arlt: Wir sind toll empfangen worden und es herrschte wohl auch wegen des Medaillensegens eine Superstimmung.

Habt ihr vor, in Peking in vier Jahren wieder Gold zu gewinnen?

Wendl: Wenn wir gesund bleiben, hoffen wir dort wieder an den Start gehen zu können. Was dabei herauskommt, werden wir dann sehen.

Wer kommt nach euch?

Beide: Hoffentlich zahlreicher und guter Nachwuchs. cw