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Eisspeedway: Stefan Pletschacher sieht sich für die Saison gut gerüstet

»Perfektes Training« am Polarkreis

Gut gerüstet für die kommende Saison im Eisspeedway sieht sich Stefan Pletschacher. Der Ruhpoldinger war zuletzt in Arjeplog (Schweden/ca. 1800 Einwohner) am Polarkreis zum Training – dort, wo viele große Autofirmen mit ihren Fahrzeugen Wintertests veranstalten.

»Es waren zwar nur fünf Tage, aber davon hat sich jeder gelohnt« freut sich der 35-Jährige. Zunächst hatte er in Kamensk-Uralsky in Russland trainieren wollen. Doch da der Termin immer wieder verschoben werden musste, war es dann, als die Zusage kam, zu spät: Pletschacher konnte nicht zum passenden Termin Urlaub nehmen.

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Ein 77-Jähriger als »Bahnzauberer«

So reaktivierte er seine alten Kontakte in Schweden, und »der Leif Burman ist zwar schon 77 Jahre alt, aber er hat mir jeden Tag eine perfekte Bahn gezaubert«, freut sich Pletschacher. Bei Burman – dessen Sohn Thorleif auch mehrere Jahre im Eisspeedway aktiv war – war zudem das schwedische Talent Ove Ledström zu Gast (16 Jahre), »und mit ihm habe ich gut trainieren können«, berichtet der Ruhpoldinger.

Der WM-Neunte des Vorjahres sieht sich nicht nur fahrerisch, sondern auch vom Material her gut gerüstet. »Ich konnte alles testen, das passt«, freut er sich. Besonders der neue Vergaser, den Tuner Klaus Lausch (Edling) gebaut habe, sei »der Wahnsinn«, freut er sich.

Zudem habe ihm sein Vater Hermann – der neben den Mechanikern Peter Mader (Inzell) und Stefan Drofa (Landshut) zu Pletschachers Team gehört – ihm einen hervorragenden Umlenker gebaut.

Doch so groß seine Freude über das gelungene Training ist: die Wetterlage bereitet auch ihm Sorgen. Denn ob die geplanten internationalen Rennen in Weißenbach (Österreich/4., Januar) und Steingaden (Allgäu/6.Januar) stattfinden können, ist ausgesprochen fraglich. Auch die für den 10. Januar in Hallstavik (Schweden) geplante Vorqualifikation ist äußerst fraglich. »Da haben die am Samstag vor einer Woche sogar noch ein Sommer-Speedwayrennen ausgetragen, weil es zu warm ist, um eine Eisbahn zu bauen«, berichtet er.

Pletschacher selbst ist ja bereits für die endgültige WM-Qualifikation (GP-Challenge) gesetzt. Doch auch das Rennen in St. Johann/Pongau ist noch längst nicht gesichert. Immerhin wurde es vom ursprünglichen Termin (17. Januar) inzwischen auf den 24. Januar verlegt. Das erhöhte die Chancen, dass dort noch genügend Kälte kommt, um eine Eisbahn präparieren zu können. Denn es eilt: Eine Woche später findet bereit der Grand-Prix-Auftakt in Krasnogorsk (Russland) statt, und die Fahrer müssen sich ja rechtzeitig darum kümmern, dass sie ihre Visa beantragen und auch ihre Mechaniker rechtzeitig Urlaub nehmen.

Abschluss der Saison beim GP in Inzell

Für Pletschacher, der mit dem Österreicher Harald Simon das »Team Stahlwerk Annahütte« bildet, geht es nun darum, möglichst nochmals ein paar Trainingstage absolvieren zu können. Dann sollte er gut gerüstet in die Saison gehen – unabhängig davon, wann diese für ihn beginnt. Wann sie für ihn endet (vorausgesetzt, er erreicht wieder den GP), ist jetzt schon klar: Am Wochenende 14./15. März wird in Inzell zum Abschluss der WM der Grand Prix 9 (Samstag) und Grand Prix 10 (Sonntag) ausgetragen. Und da will Pletschacher vor heimischem Publikum natürlich eine besonders gute Rolle spielen. who