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Peter Hofhammer zum neuen Kommandanten gewählt

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Bürgermeister Thomas Gasser (links) gratulierte Peter Hofhammer (Mitte) und Bernhard Hinterschnaiter zu der Entscheidung, weiter gemeinsam die Feuerwehr Teisendorf zu leiten, künftig mit getauschten Funktionen. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Peter Hofhammer heißt der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Teisendorf. Der 43-Jährige wurde in einer eigens vom Markt Teisendorf einberufenen Dienstversammlung zum Nachfolger von Bernhard Hinterschnaiter gewählt, der nach sechs Jahren seinen Posten zur Verfügung stellte. Hinterschnaiter hatte sich jedoch bereit erklärt, als Zweiter Kommandant weiter seine Feuerwehr zu unterstützen, und wurde für dieses Amt wie Hofhammer mit klarer Mehrheit gewählt.


Im Saal des Gasthauses Alte Post hatten sich 74 Wahlberechtigte zusammen gefunden. Derzeit hat die Feuerwehr über 150 Aktive und circa 20 Jungfeuerwehrler. Durch vorherigen Rücktritt von seinem erst vor vier Jahren angetretenen Amt als zweiter Kommandant hatte Hofhammer ermöglicht, dass diesmal und auch künftig wieder der Kommandant und sein Stellvertreter gleichzeitig gewählt werden können. Turnusgemäß werden die Kommandanten alle sechs Jahre neu gewählt.

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Die Mannschaft hatte die Wahl gut vorbereitet und entsprechende Wahlvorschläge für die zwei Führungsämter eingereicht. Peter Hofhammer erhielt 71 Ja-Stimmen und Bernhard Hinterschnaiter 68 Ja-Stimmen.

Dass der frühere erste Kommandant weiterhin seine Dienste in die Feuerwehr einbringt, nannte der Wahlleiter, Bürgermeister Thomas Gasser, »etwas Außerordentliches«. Dies beweise das kameradschaftliche Miteinander bei der Feuerwehr. Er gratulierte den beiden zu dieser Entscheidung und allen Aktiven dazu, dass sie dies mittragen. Kreisbrandrat Sepp Kaltner bestätigte, dass im Landkreis seiner Kenntnis nach so ein Vorgang einmalig ist, dass der erste und zweite Kommandant ihre Positionen tauschen. Dies sei eine »vernünftige Lösung«. Er wünschte der Führungsspitze weitere sechs erfolgreiche Jahre.

Der neue Kommandant ist beruflich als Betriebsleiter in der Betonbranche tätig und Vater eines 15-jährigen Mädchens und eines 13-jährigen Buben. Bei der Feuerwehr ist er, seit er 15 Jahre ist. Da er gegenüber vom Feuerwehrhaus aufgewachsen sei, sei er schon »früh infiziert« worden. Auch sein Sohn fange nächstes Jahr bei der Jungfeuerwehr an.

Peter Hofhammer durchlief bei der Feuerwehr sämtliche Ausbildungen und war in vielerlei Funktionen aktiv, wie Atemschutzgeräteträger, Maschinist oder Gerätewart (über zehn Jahre). Bevor er 2015 als Nachfolger von Georg Wimmer zum zweiten Kommandanten gewählt wurde, war er Zugführer. Für andere Hobbys bleibt da kaum Zeit; die Feuerwehr ist zugleich sein Hobby, zumal im Laufe der Jahre zahlreiche Freundschaften entstanden sind.

Die beiden Neugewählten bedankten sich für die rege Wahlbeteiligung trotz des schönen Sommerwetters und für das Vertrauen. In seiner Antrittsrede dankte Hofhammer zunächst seinem Vorgänger für sein Engagement und die »produktive Zeit«. In den nächsten sechs Jahren hat er viel vor, wie die Beschaffung des neuen Löschfahrzeugs und einer neuen Tragkraftspritze für den Löschzug Roßdorf und den Neubau des Feuerwehrhauses in Roßdorf, die Beschaffung des MZF-Fahrzeugs für Teisendorf oder die Vergrößerung des Unterrichtsraums in Teisendorf.

Damit die Feuerwehr schneller an ihre Einsatzorte kommt, möchte Hofhammer eine Direkt-Anbindung an die Bundesstraße 304 vom Feuerwehrhaus über den Stettener Weg mit einer fernbedienbaren Schranke vorantreiben. Auch eine Höhenrettungsgruppe will er installieren. 2022 gibt es zudem was zu feiern, das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Teisendorf. Er freut sich auf gute Zusammenarbeit mit allen Entscheidungsträgern, mit Hinterschnaiter und mit der ganzen Mannschaft: »Denn Feuerwehr ist Teamwork. Jeder Einzelne ist wichtig.« Kameradschaftspflege liegt ihm am Herzen.

Hinterschnaiter bedankte sich für die Unterstützung in den sechs Jahren bei der Mannschaft und beim zweiten Kommandanten, der ihm beim Schneeeinsatz im Januar in Neukirchen den Rücken frei gehalten habe für seine beruflichen Verpflichtungen. vm