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Pfarrgärten neu gestalten

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Der neu gestaltete Pfarrgarten in Bischofswiesen dient als Rückzugsort. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ (Bund der Katholischen Jugend) lief vom 23. bis zum 26. Mai zum zweiten Mal in allen Bundesländern und katholischen Diözesen. Im Berchtesgadener Land nahmen vier Gruppen mit über 40 Jugendlichen teil. Schirmherr war Landrat Georg Grabner, der am vergangenen Samstag alle Gruppen besuchte und in ihrem Engagement bestärkte.


Zwei Firmgruppen in Berchtesgaden und Bischofswiesen hatten die Aufträge, die Pfarrgärten in Bischofswiesen und Berchtesgaden neu zu gestalten. Die Pfarrgärten sollen zum Lebensraum und Rückzugsort für Bienen und andere Insekten, Eidechsen und Menschen werden. Durch die Anlage einer Blumen- und Kräuterwiese, von Nistkästen und Insektenhotels sowie einer Kräuterschnecke wurde Raum geschaffen zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt in der Region.

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Für die Pfadfinder aus Mitterfelden gab es gleich zwei Projektaufgaben. Gemeinsam mit der Wohngruppe der Lebenshilfe in Berchtesgaden wurde ein Müllhäuschen gebaut. Außerdem wurde ein Abhang hinter dem Wohnhaus neu bepflanzt. Der zweite Projektauftrag war, das Außengelände des Jugendhauses Marktschellenberg für Bienen und Schmetterlinge interessanter zu machen.

In Freilassing wurde von einer Gruppe Jugendlicher der Schulwald von Müll befreit und die Wege wurden mit Rindenmulch aufgefrischt. Bäume und Sträucher schnitten die Jugendlichen aus, sodass die kleineren Pflanzen wieder mehr Licht bekommen und besser wachsen können.

Organisiert und unterstützt wurden die Aktionen im Landkreis vom sogenannten Koordinierungskreis, bestehend aus Sylvia Scheifler und Bernhard Hennecke von der katholischen Jugendstelle, Andreas Gröbner von Jonathan Soziale Arbeit, Ricarda Elsholz von den Pfadfindern Mitterfelden und Julia Schmied von der Suchtpräventionsstelle der Caritas Fachambulanz. Sylvia Scheifler betreute als Hauptkoordinatorin die Gruppen das ganze Wochenende und lieferte benötigte Materialien wie Holz und Erde. Unterstützung bot die Biosphärenregion, die für die Projekte in den Pfarrgärten und in der Lebenshilfe die Samen für die verschiedenen Beete bereitstellte und fachmännisch beim Anlegen der Beete und des Insektenhotels zur Seite stand.

»So viel Engagement in 72 Stunden zeigt, dass junge Menschen in unserer Gesellschaft nicht abwarten, sondern aktiv eine tragende Rolle einnehmen«, so der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie, der während des Aktionszeitraums Gruppen in Deutschland besucht hat. »In den drei Tagen habe ich gesehen, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit ihrem Engagement nicht nur viel schaffen, sondern auch Eltern und Gemeindemitglieder mitreißen, die Welt ein bisschen besser zu machen.« fb