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Pkw abseits der Straße festgefahren - Langes Suchen nach den beiden Frauen erfolgreich

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Surberg: Abgetrennte Rehköpfe sorgen für Streit – Anzeigen gegen Forstbetrieb Berchtesgaden
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Symbolbild (Foto: Armin Weigel/dpa)

Berchtesgaden - Am 22.05.2020 wurde die Polizeiinspektion Berchtesgaden gegen 20:30 Uhr zu einem länger andauernden und kuriosen Fall hinzugezogen. Über die österreichische Polizei ging ein Notruf einer 35-jährigen Münchnerin ein, welche sich mit ihrer 32-jährigen Freundin in einem Pkw abseits der Straße festgefahren hatte.

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Wo sich die beiden Frauen befanden, konnten sie jedoch nicht angeben. Lediglich dass sie irgendwo am Königssee sind, wurde durch die Anruferin mitgeteilt. Eine Streifenbesatzung machte sich daraufhin auf den Weg zum Königssee und suchte dort die Beiden, jedoch ohne Erfolg. Die Mitteilerin konnte dann auch nicht mehr auf ihrem Handy erreicht werden.

Gegen 24 Uhr rief die Mitteilerin dann bei der Polizeiinspektion Berchtesgaden an, da sie mehrere Anrufe auf ihrem Handy entdeckte. Die beiden Frauen waren immer noch in einem Waldstück und konnten ihr Fahrzeug nicht befreien. Wo sie waren, konnten sie aber immer noch nicht sagen. Mittels GPS Koordinaten aus einem ihrer Handys konnten sie dann auf einem Wanderweg zwischen Kehlsteinstraße und Ligeretalm lokalisiert werden. Nun machte sich erneut eine Streife auf den Weg um die Frauen zu suchen, dieses Mal mit Erfolg.

Die Streifenbesatzung sah das Scheinwerferlicht des Fahrzeugs von einer Forststraße aus und machte sich die letzten ca. 100 Meter zu Fuß zu Ihnen auf den Weg. Das Fahrzeug stand quer auf einem steiler abfallenden Wanderweg fernab jeglicher öffentlicher Straße. Dort konnte das aufsitzende Fahrzeug mit vereinten Kräften von der Streife wieder auf den Forstweg gefahren werden.

Es stellte sich heraus, dass die beiden Frauen schon den ganzen vergangen Nachmittag mit ihrem Fahrzeug am Obersalzberg durch den Wald irrten, da sie auf das Kehlsteinhaus fahren wollten. Sie fuhren über die Alpenpanoramastraße Richtung Roßfeld und bogen dann auf die Forststraße Richtung Ofenerboden ab. Dann ging es auf den Forstwegen weiter Richtung Ligeretalm bis sie sich vollkommen festfuhren. Das Fahrzeug wurde hierbei zum Glück nur mit einem Kratzer versehen und nicht stärker beschädigt.

Die Streifenbesatzung begleitete das Fahrzeug dann noch nach Berchtesgaden, von hier aus konnten die Frauen gegen 02:00 Uhr ihre Heimreise nach München antreten. Die Polizeiinspektion Berchtesgaden weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass das Befahren von Forststraßen verboten ist und im Gebirge mitunter gefährlich enden kann. Nur durch Glück fand dieser Fall ein glimpfliches Ende.