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Planung für Kolpingstraße-Ausbau abgesegnet

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Die Befürchtungen, dass durch den zusätzlichen Verkehr durch das neue Wohnbaugebiet »Stocket« und den neuen Kindergarten am westlichen Stadtrand am Knotenpunkt Porschestraße/Kolpingstraße ein Verkehrschaos entstehen könnte, wurden durch eine Verkehrsuntersuchung widerlegt.

Traunreut – Der Knotenpunkt Porschestraße/Kolpingstraße hält der Verkehrsbelastung durch den zusätzlichen Verkehr des geplanten Wohngebietes »Stocket« und eines neuen Kindergartens stand. Das ergab eine Verkehrszählung. Lediglich bei der Ausfahrt auf den Traunring müssen sich die Autofahrer gedulden. Hier könnte es um bis zu 15 Sekunden längere Wartezeiten als bisher kommen. Das teilte Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann in der Stadtratssitzung mit, in der die Entwurfsplanung für den Ausbau der Kolpingstraße endgültig abgesegnet wurde.


Laut Gätzschmann sei bei einer überschlägigen Zählung festgestellt worden, dass durch die Mehrbelastung des Verkehrs mit keinen wesentlichen Beeinträchtigungen am besagten Knotenpunkt zu rechnen sei. Lediglich bei der Einmündung in den Traunring hätten die Berechnungen ergeben, dass eine längere Wartezeit entstehen könnte. CSU-Stadträtin Andrea Haslwanter befürchtet trotzdem ein Verkehrschaos, zumal es sich dort ohnehin schon um einen Verkehrsschwerpunkt handle. Sie gab zu bedenken, dass von den Neubürgern in der neuen Wohnsiedlung jeder Haushalt mindestens zwei Autos habe und schlug vor, die Möglichkeit eines Kreisverkehrs zu prüfen. Einen Kreisverkehr hatte auch schon Günther Dzial (SPD) im Bauausschuss angeregt. Laut Gätzschmann stehen aber die dafür notwendigen Flächen nicht zur Verfügung. Detailliert Stellung dazu bezogen hatte ebenfalls im Bauausschuss der Planer der Kolpingstraße, die als Erschließungsstraße des Wohnbaugebietes und des Kindergartens entsprechend ausgebaut werden soll.

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Hans Kneffel (CSU) stört bei dem Ausbau, dass vom bestehenden Wanderweg kein unmittelbarer Radweg-Anschluss an die Kolpingstraße vorgesehen ist. Nach Angaben der Verwaltung soll die Kolpingstraße nach dem Ausbau auch wegen des Kindergartens auf 30 km/h beschränkt werden. Nur auf der Südseite der Straße wird ein rund drei Meter breiter Gehweg gebaut. Die Straße selbst wird auf 6,50 Meter ausgebaut und auf insgesamt 330 Meter verlängert. Am Ende des neuen Ausbauteilstücks wird ein Wendehammer entstehen, um unter anderem auch den Lkw-Verkehr vom reinen Wohngebiet freizuhalten. Südlich und nördlich des neuen Straßenstücks im Anschluss an den Kindergarten werden auch jeweils zehn öffentliche Parkplätze entstehen. Die Entwurfsplanung, die der Bauausschuss einstimmig empfohlen hatte, wurde gegen die Stimmen von Andrea Haslwanter und Hans Kneffel sowie Gabriele Liebetruth (Bürgerliste) abgesegnet. Bei einer Gegenstimme wurde auch beschlossen, für den Straßenausbau weitere 550 000 Euro im Nachtragshaushalt 2018 einzustellen. 200 000 Euro sind für den Ausbau bereits im laufenden Haushalt berücksichtigt.

Bevor mit dem Straßenbau begonnen werden kann, wird zwischen Juni und Ende Juli von den Stadtwerken die Fernwärmeleitung in die Straße verlegt. Außerdem müssen die Wasserleitung und der Kanalanschluss für das neue Baugebiet und den Kindergarten hergestellt werden. Bis zum Baubeginn des neuen Kindergartens im Oktober muss der Ausbau der Kolpingstraße fertig sein.

Die neue Kindertagesstätte mit 125 Plätzen soll im September 2019 in Betrieb gehen. Das Haus soll als teiloffenes Konzept nach der sogenannten zukunftsorientierten Elementarpädagogik geführt werden, bei der sich die Kinder relativ frei bewegen können. Im neuen Wohnbaugebiet »Stocket«, das erst noch erschlossen werden muss, werden 100 Parzellen zur Verfügung gestellt. Es sollen Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Geschoßwohnungen ermöglicht werden. ga