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Plus für Bad und Almbachklamm

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Jetzt ist die Almbachklamm geschlossen. Aber der Sommer lief so gut, dass die Gemeinde den Haushaltsansatz um 90 000 Euro erhöhen konnte. (Foto: Archiv Unterberger)

Marktschellenberg – »Die Wirtschaft brummt in Marktschellenberg« – das sagte Erster Bürgermeister Franz Halmich in der Gemeinderatssitzung am Montagabend zum Thema Nachtragshaushalt. So gebe es Mehreinnahmen zum Beispiel aus der Almbachklamm in Höhe von 90 000 Euro. Kämmerer Wolfgang Dopke präsentierte die einzelnen Zahlen.


Der Ansatz im Verwaltungshaushalt erhöht sich um 538 000 Euro auf gerundet 4,7 Millionen Euro. Der Grund dafür sind unter anderem Personalkosten. Der Stellenbedarf wurde laut Kämmerer geprüft und eine zusätzliche Teilzeitkraft für die Verwaltung eingestellt. Zudem wurde mehr Geld für den Unterhalt der Almbachklamm benötigt. Für Geräte und Ausstattungsgegenstände war eine Verschiebung vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt nötig geworden. Wegen des gestiegenen Bedarfs gibt es hier eine Erhöhung im Haushalt, nun stehen dafür 46 250 Euro fest. Ebenso fielen Mehrkosten für Kinderbildung und Betreuung an.

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Besonders erfreulich für die Marktschellenberger: Die Kurbetriebe können dank des guten Sommers ein Plus verzeichnen. Die Ansätze der Einnahmen aus dem Schellenberger Bad steigen um 3 800 Euro, die aus der Almbachklamm sogar um rund 90 000 Euro.

Im Vermögenshaushalt gibt es eine Minderung um rund eine Million Euro, sodass der Nachtragshaushalt bei 2,8 Millionen Euro liegt. Der Grund dafür: Einige Maßnahmen, die im Haushaltsplan 2018 vorgesehen waren, verschieben sich auf die kommenden Haushaltsjahre. Dazu gehören die Sanierung des Marktbrunnens, der Bau einer Toilette am Marktplatz und einige Baumaßnahmen im ländlichen Wegebau. Auch die Punkte »Breitbandausbau« und »Klärwerk« stehen unter diesem Punkt. Zur Rathaussanierung rechnet die Gemeinde im kommenden Jahr mit Förderungen, daher verschieben sich auch hier die Summen ins nächste Haushaltsjahr.

Ein Drittel der Arbeiten am Feuerwehrhaus in Marktschellenberg sind laut Wolfgang Dopke schon erledigt. Nun fehlen noch die Teilmaßnahmen »Absauganlage« und »Brandschutzkonzept«, die ins nächste Jahr verschoben wurden. Daher reduziert sich der Ansatz bei den Investitionen um rund 51 000 Euro.

Auch der ursprünglich geplante Ausbau von zwei Fachräumen in der Grundschule entfällt mangels Durchführung. Dadurch entfallen hier auch 75 000 Euro an Kosten. Gemeinderat Dr. Michael Köhler (CSU-SPD) erkundigte sich, warum die Räume nicht gemacht werden. Laut Franz Halmich laufen hierzu noch Gespräche, daher wurde dieser Ausbau nur hinausgeschoben.

Im Weberbichlgraben seien die Unwetterschäden aus dem Jahr 2013 weitgehend repariert. Da die abschließende finanzielle Abwicklung erst 2019 erfolgen wird, verringert sich auch hier der Haushaltsansatz bei den Einnahmen um rund 357 000 Euro und bei den Ausgaben um rund 80 000 Euro.

Der Schuldenstand der Gemeinde Marktschellenberg beträgt laut dem Nachtragshaushalt am 31. Dezember 2018 2,5 Millionen Euro. In diesem Jahr wurden 1,2 Millionen Euro an Krediten neu aufgenommen. Annabelle Voss