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Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten

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Traunstein – Bleibt der Landkreis Traunstein für die kommenden sechs Jahre in CSU-Hand und wird weiterhin von Siegfried Walch geführt, oder setzt sich einer der fünf Herausforderer durch? Das ist die große Frage vor den Kommunalwahlen am 15. März.


Die Wähler konnten sich am gestrigen Donnerstagabend ein Bild von allen Bewerbern machen, denn erstmals saßen bei einer Podiumsdiskussion die Kandidaten um den Landratsposten an einem Tisch beisammen.

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Ein ausführlicher Bericht vom Abend wird im Laufe des heutigen Freitags veröffentlicht.

Zwei Damen und drei Herren sind die Herausforderer von Amtsinhaber Siegfried Walch, der von der CSU sowie der Bayernpartei (BP) und der Jungen Liste ins Rennen geschickt wird. Verdrängen wollen ihn: Gisela Sengl (Grüne), Sepp Konhäuser (SPD), Christian Schunck (FDP), Andreas Danzer (FW/UW) und Dr. Ute Künkele (ÖDP).

Auf Einladung des Traunsteiner Tagblatts und der Nachbarzeitung Trostberger Tagblatt stellten sich die Landratskandidaten in der Podiumsdiskussion den vorgegebenen Themen in der Aula des Annette-Kolb-Gymnasiums. Als Moderatoren fungierten die beiden Redaktionsleiter Martin Miller und Karlheinz Kas. Andreas Danzer (FW/UW) musste leider krankheitsbedingt absagen.

Traunstein: Landratskandidaten präsentieren sich bei Podiumsdiskussion
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Von links: Sepp Konhäuser (SPD), Siegfried Walch (CSU), die Moderatoren Karlheinz Kas und Martin Miller, Gisela Sengl (Grüne), Christian Schunck (FDP) und Dr. Ute Künkele (ÖDP) auf dem Podium.

Um diese Themen dreht es sich

Die Themen waren vielfältig und gingen über Wirtschaft, Öffentlichen Nahverkehr, Klimaschutz und Wohnungsnot. Diskutiert wurde auch um die Zukunft der Kliniken und den Tourismus. Auch Fragen aus dem Publikum wurden gestellt.

Rückblick: Vor sechs Jahren hatte es um das Erbe von Landrat Hermann Steinmaßl einen heißen Kampf gegeben. Im März 2014 übersprang bei ebenfalls sechs Kandidaten im ersten Wahlgang keiner die 50-Prozent-Hürde. Walch bekam 41,2 Prozent der Stimmen und musste gegen Sepp Konhäuser in die Stichwahl. Der SPD-Mann hatte 22,3 Prozent der Stimmen erhalten. Die weiteren Ergebnisse: Andreas Danzer (Freie Wähler) 13,18, Sepp Hohlweger (Grüne) 13,03, Heinz Wallner (Bayernpartei) 7,1 und Helmut Kauer (ÖDP) 3,1 Prozent.

Sehr knapp ging es dann bei Stichwahl zu. Am Ende entschieden wenige Hundert Stimmen, denn Konhäuser legte mächtig zu. Bei einer Wahlbeteiligung von nur 39,56 Prozent setzte sich Walch letztendlich mit 50,99 zu 49,01 Prozent durch. Mit 29 Jahren war der Inzeller damals zweitjüngster Landrat im Freistaat. 27.687 Bürger hatten ihr Kreuzchen bei ihm gemacht, 26.612 bei Konhäuser. kk