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Polizei kontrolliert Lkws und Transitverkehr: Nadelöhr in Tittmoning

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Foto: dpa/Symbolbild

Tittmoning – Mit einer gezielten Kontrollaktion überwacht die Polizeiinspektion Laufen das Durchfahrtsverbot am Stadtplatz Tittmoning für Lkw über 7,5 Tonnen in den nächsten zwei Wochen. Der historische Stadtplatz stellt bekanntermaßen ein problematisches Nadelöhr auf der vielbefahrenen Nord-Süd-Achse der Bundesstraße 20 dar. Im Zusammenhang mit den verstärkten Lkw-Kontrollen steht die Sperrung von zwei Bundesstraßen im benachbarten Österreich, wodurch ein Ausweichen des Lkw-Transitverkehrs befürchtet wird.


Seit der Sperrung der Bundesstraßen 147 und 156 für den Lkw-Transitverkehr über 7,5 Tonnen in den benachbarten österreichischen Bundesländern Oberösterreich und Salzburg weichen immer mehr solche Lkw auf die auf deutscher Seite verlaufende Bundesstraße 20 aus. Insbesondere die Stadt Tittmoning mit dem historischen Stadtplatz stellt ein problematisches Nadelöhr für den Schwerlastverkehr dar.

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Seit vielen Jahren ist die Durchfahrt ohnehin für solche Fahrzeuge gesperrt und eine entsprechende Lkw-Umfahrung westlich von Tittmoning eingerichtet. Vor allem dann, wenn derartige Lkw die Grenzbrücke bei Tittmoning passieren und anschließend ihre Fahrt verbotenerweise in südlicher Richtung über den historischen Stadtplatz und auf der B20 fortsetzen, kommt es immer wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Polizeiinspektion Laufen wird gerade deshalb die Kontrollen in den nächsten Wochen intensivieren. Mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden zunächst für fünf ausgewählte Tage entsprechende Kontrollen des Lkw-Transitverkehrs in und um Tittmoning geplant.

Am Dienstag (14. Juli) waren deshalb Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei in den frühen Abendstunden in und rund um Tittmoning im Einsatz. Die Bilanz: 32 Lastkraftwagen wurden im Zusammenhang mit dem Durchfahrtsverbot kontrolliert. Davon 26 Fahrzeuge entsprachen dem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen. Von den übrigen sechs Schwerfahrzeugen über dieser Gewichtsmarke waren fünf im Lieferverkehr tätig und somit für die Ein- beziehungsweise Durchfahrt berechtigt. Lediglich ein 40-Tonner aus dem österreichischen Bezirk Wels/Land hatte das Durchfahrtsverbot missachtet.

Außerdem stellten die Beamten in der vierstündigen Kontrollaktion zwei Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitungen fest.

Die Polizeiinspektion Laufen wird mindestens an vier weiteren Tagen in den beiden Folgewochen verstärkte Kontrollen auch mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein durchführen.

Der Bußgeldkatalog sieht im Übrigen für einen entsprechenden Verstoß gegen das Durchfahrtsverbot am Tittmoninger Stadtplatz für Fahrer von Lkw über 7,5 Tonnen ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg vor.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd