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Polts Profi

Berchtesgaden - Genehmigte Zufahrten, reservierte Parkplätze, nutzbare Toiletten: Dass beim Filmdreh alles organisatorisch passt, dafür ist Jacek Gluszko zuständig. Er ist Aufnahmeleiter am Set von Gerhard Polt. Der Kabarettist drehte für seinen Film am Dienstag in Berchtesgaden.

Ist Aufnahmeleiter beim neuen Gerhard Polt-Streifen, der auch in Berchtesgaden gedreht wurde: Jacek Gluszko. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Jacek Gluszko kommt mit einem Koffer. Das ist »mein »Arbeitsplatz«, ein Laptop, sagt der erfahrene Filmmann, der als Aufnahmeleiter schon bei so manchem Kinohit mitgewirkt hat. »What a man« mit Matthias Schweighöfer ist einer davon. Kürzlich war Gluszko bei »Rubinrot« für die logistische Durchführbarkeit zuständig. Der Film basiert auf einem erfolgreichen Jugendroman und soll Mitte März bundesweit in die Kinos kommen.

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Jacek Gluszkos Arbeit beginnt in der Regel fünf bis sechs Wochen vor dem eigentlichen Drehstart. Dann gilt es zu planen, Telefonate zu führen. Abzuklären, ob dieser oder jener Parkplatz zur Verfügung steht. Denn ein halbes Dutzend Fahrzeuge des TV-Teams müssen untergebracht werden. Für Strom muss gesorgt sein, für fließendes Wasser ebenso. Das Catering braucht seinen Platz - und überhaupt muss das Team, das sich aus 39 Frauen und Männern zusammensetzt, auch einen Bereich haben, wo man sich zurückziehen kann.

Mit Schauspielern sind es rund 50 Leute, die in Berchtesgaden an Gerhard Polts neuestem Streifen mitwirken. Die Drehtage sind klar durchstrukturiert. 24 Tage stehen insgesamt zur Verfügung, an einem einzigen Tag ist das Team in Berchtesgaden. »Verzögerungen können wir uns nicht erlauben«, sagt Jacek Gluszko. Trotzdem muss man manchmal spontan agieren, kurzfristig zusätzliches Personal ordern oder im letzten Moment ein Gespräch mit der Gemeinde führen, wenn in der Vorplanung etwas nicht geklappt hat. Der Zeitdruck im Gewerbe ist immens: Immerhin sind alle Sets gebucht, Absprachen bereits getroffen. Schnelles Umplanen ist im Filmbusiness nicht drin. »Vor allem nicht, wenn das Budget gedeckelt ist«, sagt er mit einem Lächeln. Denn beim Film wird gespart, die Drehtage sind auf ein Minimum reduziert, das Team ist überschaubar klein.

Jeden Tag dreht Gerhard Polt acht bis neun Stunden lang, manchmal auch länger. Gestört werden möchte er dabei nicht. Auch der Aufnahmeleiter ist mit dem Kabarettisten vertraut, »Man kennt sich«, sagt er. Wenn er bei Polt fertig ist, wartet ein neues Projekt. Welches das ist, verrät er aber nicht. Kilian Pfeiffer