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Porträt: Johanna Wanka

Berlin (dpa) - Die künftige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), konnte bereits viele Jahre Vorerfahrungen als Wissenschaftsministerin in gleich zwei Bundesländern sammeln: Von 2000 bis 2009 leitete sie in Brandenburg während der SPD/CDU-Koalition das Hochschulressort.

Johanna Wanka
Die promovierte ostdeutsche Mathematikerin gilt als konservativ und pragmatisch. Foto: Ingo Wagner Foto: dpa

2010 wechselte sie als Wissenschaftsministerin nach Niedersachsen in das Kabinett des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU).

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Die 61-jährige Wanka ist zur Zeit Bildungskoordinatorin der unionsgeführten Bundesländer in der Kultusministerkonferenz. Mit der bevorstehenden rot-grünen Regierungsübernahme in Hannover hätte Wanka ihren Ministerposten in Niedersachsen verloren.

Die promovierte ostdeutsche Mathematikerin gilt als konservativ und pragmatisch. In ihrer Wissenschaftspolitik hat sie aus Bundesperspektive bisher wenig Spuren hinterlassen. Nach dem Ausscheiden der CDU aus der Regierung in Brandenburg war sie viereinhalb Monate Oppositionschefin im Landtag und hatte in dieser Zeit mit Querelen in der Brandenburg-CDU zu kämpfen.

Wanka wurde am 1. April 1951 im sächsischen Rosenfeld geboren. Von 1970 bis 1974 studierte sie in Leipzig Mathematik. Anschließend war sie bis Oktober 2000 an der Technischen Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, von 1994 an als Rektorin. Im Wendejahr 1989 war sie Gründungsmitglied des Neuen Forums in Merseburg.

Ihre Doktorarbeit hat Wanka über das Thema «Lösung von Kontakt- und Steuerproblemen mit potential-theoretischen Mitteln» geschrieben und 1980 abgeschlossen - übrigens im gleichen Jahr wie Annette Schavan.

Lebenslauf Wanka