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Landestheater: Über 180 000 Besucher in der zu Ende gegangenen Spielzeit

Positive Zukunftsperspektiven

Im Zeichen positiver Zukunftsperspektiven stand die Sitzung des Theaterausschusses des Salzburger Landestheaters. Erstmals fand die Sitzung in den Räumlichkeiten des neuen Probengebäudes statt.

Carl Philip von Maldeghem bleibt weiter Intendant des Salzburger Landestheaters. Sein Vertrag wurde bis zum Jahr 2024 verlängert.

Dr. Heinrich Schellhorn, Landesrat für Kultur und Ausschussvorsitzender, betonte die Leuchtturmfunktion des neuen Gebäudes innerhalb des Stadtteils Aigen und der städtischen Kulturlandschaft insgesamt.

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Das Salzburger Landestheater kann auf eine erfolgreiche und intensive Spielzeit 2016/2017 zurückblicken. Insgesamt besuchten bis 18. Juni 180 550 Besucher die Aufführungen des Landestheaters im eigenen Haus sowie an weiteren Spielstätten, wie erstmals im Hellbrunner Park oder der Kollegienkirche. Diese Gesamtsumme beinhaltet alle eigenen Produktionen, Gastspiele sowie Mitwirkende an theaterpädagogischen Programmen. Am Standort Salzburg konnten 157 199 Zuschauer erreicht werden.

Spitzenreiter im Publikumsinteresse waren in den jeweiligen Sparten die Opern »Hänsel und Gretel« in der Felsenreitschule (85,9 Prozent Auslastung),  das  Musical »Monty Python’s Spamalot« (93,0 Prozent), die Schauspielproduktionen »Terror« (83,5 Prozent) und »Ein Bericht für eine Akademie« (94,0 Prozent), das Ballett »Forever 27« (99,4 Prozent) sowie die Jugendproduktionen »Jim Knopf« (95,9 Prozent) und »Joseph« (91,5 Prozent). Als herausragend wurde auch das von Musikdirektorin Mirga Grainzyte-Tyla initiierte litauische Projekt »Von Wasser und Steinen« wahrgenommen, die  im Sommer zum City of Birmingham Symphony Orchestra wechselt.

Für die neue Spielzeit liegt ein spezieller Fokus auf dem spartenübergreifenden Theaterspektakel »Dionysien«, das nach antikem Vorbild ein großes Fest des Theaters mit vier Stücken an einem Abend feiern wird. Das Budget der Spielzeit 2017/18, das vom Theaterausschuss einstimmig beschlossen wurde, liegt bei 18,5 Millionen Euro.

Der Theaterausschuss wertete außerdem als positiv, dass das neue Probengebäude innerhalb des geplanten Budget- und Zeitrahmens errichtet werden konnte. Die 7,5 Millionen Bausumme konnten sogar geringfügig unterschritten werden. Am Bauprojekt beteiligten sich Stadt und Land mit jeweils 750 000 Euro. Insgesamt 4,5 Mio. Euro steuerte das Theater aus eigenen Mitteln bei, die verbliebenen 1,5 Millionen Euro sind über einen Kredit finanziert, den das Theater über fünf Jahre abzahlt.

Nach der Ausschusssitzung gab Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn die Verlängerung des Vertrages von Intendant Carl Philip von Maldeghem bis 2024 bekannt. Carl Philip von Maldeghem ist seit 2009 Intendant des Landestheaters. In dieser Zeit konnte durch Strukturveränderungen und künstlerische Impulse eine deutliche Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung sowie der Publikumszahlen um bis zu 65 Prozent verzeichnet werden. Er sagte: »Ich freue mich, die Arbeit am Salzburger Landestheater in der Zukunft fortsetzen zu können und die neuen Betriebstätten jetzt auch in der Arbeit erleben zu können.«

Der kaufmännische Direktor Mag. Torger Nelson verlässt dagegen zum 1. August das Salzburger Landestheater und wechselt an die Alte Oper Frankfurt.