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Premiere, Rekorde und Dominator Friedrich im WM-Eiskanal

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Francesco Friedrich
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Bei der Bob- und Skeleton-WM in Altenberg sind alle Blicke auf Francesco Friedrich und seine Rekordjagd gerichtet. Foto: Tobias Hase/dpa Foto: dpa

Ursprünglich sollte die WM im Bob und Skeleton in Lake Placid stattfinden. Dort hat Francesco Friedrich noch nie im Viererbob gewonnen. Nun werden die Titel aufgrund der Pandemie wie 2020 auf der Heimbahn des Sachsen in Altenberg vergeben. Wer soll ihn schlagen?


Altenberg (dpa) - Die Bob- und Skeleton-WM in Altenberg ist eine Neuauflage aus dem vergangenen Winter. Damals war es das letzte große Sportevent mit Zuschauern vor der Corona-Pandemie. Diesmal sind die Athleten allein - in einer Blase ohne Fans.

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Sportlich sind die Vorzeichen aber identisch: Alle Blicke richten sich auf Francesco Friedrich und seine Rekordjagd. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen:

Schafft Friedrich seinen nächsten Rekord?

Der Zweierbob-Rekordweltmeister, der im Vorjahr mit seinem sechsten Titel in Serie den legendären Italiener Eugenio Monti (fünf in Serie) überholte, kann nun auch die Bestmarke von insgesamt neun WM-Titeln (sieben im Zweierbob/zwei im Viererbob) überbieten. Monti gewann diese zwischen 1957 und 1966 - allerdings wurden damals die Olympia-Rennen zugleich als WM-Rennen gewertet. »Er ist in der Form seines Lebens, am Start derzeit eine Extra-Klasse«, sagte Cheftrainer René Spies über Friedrich.

Welchen Rekord hat Friedrich noch nicht geknackt?

Nach seinem Weltcup-Sieg Nummer 52 beim Saisonfinale in Innsbruck/Igls hat er auch die Bestmarke von André Lange überboten. Allerdings liegt Lange in der Zahl der Olympiasiege und Medaillen noch deutlich vorne. Selbst wenn Friedrich in Peking das olympische Double holt, fehlt ihm immer noch eine Silbermedaille, um in der Pilotenwertung gleichzuziehen. Anschieber Kevin Kuske verbuchte vier Olympiasiege mit Lange und holte mit Silber in Whistler und Pyeongchang (mit Nico Walther) sogar noch eine Plakette mehr.

Wer könnte Friedrich gefährlich werden?

Der akribische Friedrich kann sich eigentlich nur selbst schlagen - mit der falschen Materialwahl oder mit einem verpatzten Start. Das ist beim Perfektionisten fast ausgeschlossen. »Mal sehen, in welche Kufenkiste wir greifen«, lässt sich der Dominator alle Optionen offen. Im Kanadier Justin Kripps, der in Pyeongchang zeitgleich mit dem Sachsen Zweierbob-Olympiasieger wurde, dem zuletzt starken Österreicher Benjamin Maier und dem Letten Oskars Kibermanis hat er seine größten ausländischen Kontrahenten. »Die können uns das Leben hier schwermachen«, betonte Spies und rechnete auch den Russen Rostislaw Gaitukewich zum Konkurrenz-Kreis dazu. Intern lauert Johannes Lochner, in diesem Winter der einzige Friedrich-Bezwinger, auf seine Chance. »Da müssen wir am Start und hinsichtlich des Materials noch einige Hausaufgaben machen«, betonte der Berchtesgadener.

Welche Titel wollen die Deutschen verteidigen?

Titelverteidiger Francesco Friedrich will erneut zweifach triumphieren. Es wäre nach dem WM-Double 2017 in Königssee, dem Doppel-Olympiasieg 2018 in Pyeongchang, dem Zweifach-Coup 2019 in Whistler sowie dem Erfolg im Vorjahr das fünfte Double in Serie. Das schaffte noch nie ein Bobpilot. Im Skeleton wollen Tina Hermann und Christopher Grotheer ihren WM-Coup wiederholen.

Welche WM-Premiere gibt es in Altenberg?

Die neue olympische Disziplin Monobob, die 2022 in Peking erstmals ausgetragen wird, wurde in diesem Winter in allen Rennserien des Weltverbandes IBSF integriert. Nun wird erstmals ein WM-Titel vergeben. In der Weltserie waren die deutschen Pilotinnen bislang sieglos. Allerdings hatten Mariama Jamanka und Co. über den Jahreswechsel Extra-Einheiten in Altenberg absolviert. Mit Blick auf Peking soll nach der WM noch in La Plagne trainiert werden. »Wir müssen da in allen Bereichen zulegen«, forderte Spies.

© dpa-infocom, dpa:210202-99-275404/3

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