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Professor T.

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Matthias Matschke macht weiter als Professor T. Foto: Henning Kaiser Foto: dpa

Jasper Thalheim alias Professor T. kehrt zurück auf den Bildschirm. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Krimifiguren im deutschen Fernsehen. Im Gepäck hat er vier spannende neue Folgen.


Berlin (dpa) - Wie begeht man den perfekten Mord? Diese Frage ist so alt wie das Krimifernsehen. Zahlreiche Kommissarinnen und Kommissare haben sich bereits mit ihr befasst. In der Regel wird der Mörder aber doch immer geschnappt - denn so perfekt, wie es scheint, ist ein Verbrechen fast nie.

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Nun trägt die erste Episode der neuen »Professor T.«-Staffel, die ab dem 8. März immer freitags um 20.15 Uhr gezeigt wird, ausgerechnet diesen Titel.

Doch was sollte der Regisseur, Kameramann und fortan auch Alleinautor Thomas Jahn der durchgekauten Thematik noch hinzuzufügen haben? Eine ganze Menge: Denn wer mit den unkonventionellen Lehr- und Ermittlermethoden des Kölner Kriminalpsychologen und des Professors Jasper Thalheim vertraut ist, der weiß: Wenn es einer Fernsehfigur gelingen könnte, abgegriffenen Plots Frische und neues Leben einzuhauchen, ist es Professor T. Seit drei Staffeln ist Jasper Thalheim die deutsche Antwort auf Sherlock, Dr. House und Monk.

Matthias Matschke (»Pastewka«) verkörpert den spleenigen Professor an der Universität Köln auch in der dritten Staffel mit Feuereifer und lässt die Eigenheiten des besserwisserischen Zeitgenossen mit seinen Zwangsstörungen nie zum Selbstzweck werden. Mehr noch: In der nunmehr dritten Staffel von »Professor T.« taucht der Serienschöpfer Thomas Jahn noch tiefer in das private Umfeld seines Protagonisten ein, der sich von Folge eins an ungewohnt körperlich gibt - vor allem, weil er sich wieder verliebt.

»Er sucht die Menschen, auch die körperliche Konfrontation. Und heraus kommen Sex und Gewalt. Das hätte sich Professor T. nicht träumen lassen«, sagt Matthias Matschke über die Entwicklung seiner Rolle. Die neue Staffel würde er mit drei Worten so beschreiben: »Sex - Kampf - Tod«. In Folge eins hält Professor T. seine Studenten an, einen perfekten Mord zu planen - und muss sich sogleich mit einem echten Tötungsdelikt auseinandersetzen, als der Täter in einem Fall ausgerechnet ihn via Telefon kontaktiert.

In Episode zwei greift Thomas Jahn das Thema sexuelle Belästigung auf und verfrachtet seinen Helden in ein Sanatorium, von wo aus er der Polizei aber leider überhaupt nicht helfen kann. In Folge drei wird Professor T. Zeuge eines Todesfalls, als eine Kernphysikstudentin in seinem Büro tot zusammenbricht. Doch was wollte sie eigentlich von dem Professor?

Auch für Episode vier bediente sich Thomas Jahn erneut an einem aktuellen Thema: Ein Neonazi wird erstochen und um dem Täter auf die Spur zu kommen, bleibt Thalheim und seinem Team nichts anderes übrig, als selbst in die rechte Szene einzutauchen. Im Vergleich zu den bisherigen Staffeln fühlt sich in der dritten alles noch eine Spur gewaltiger an: Es wird lustiger, leidenschaftlicher, auch brutaler, aber vor allem intensiver.

Der Regisseur Thomas Jahn selbst bezeichnet Professor T. als »dreidimensional und einzigartig«. Tatsächlich könnte es Matthias Matschke und den Verantwortlichen hinter der Kamera gelingen, ihren unkonventionellen Helden mit den neuen Folgen endlich aus dem Schatten von Monk und Sherlock herauszuholen. Die dritte Staffel stellt auf jeden Fall die richtigen Weichen.

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