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Programm der Stütz- und Förderklasse verlängert

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Mittlerweile hat die Stütz- und Förderklasse im Sonderpädagogischen Förderzentrum St. Zeno eine neue Heimat gefunden. (Foto: Gerd Spranger)

Berchtesgadener Land – Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es seit 2017 eine eigene Stütz- und Förderklasse (SFK). Die Mitglieder des Ausschusses für Umweltfragen, Energie, Landkreisentwicklung und Mobilität haben beschlossen, das Programm um vier weitere Jahre fortzusetzen, bis Ende des Schuljahres 2024/25. Es dauert immer noch an, Kinder mit speziellem Förderbedarf eine schulische Heimat zu bieten. Sie waren zuerst an der Grundschule in Piding, dann in Teisendorf und aktuell im Sonderpädagogischen Zentrum St. Zeno in Bad Reichenhall untergebracht.


»Der Bezug der endgültigen, im ursprünglichen Konzept vorgesehenen Räumlichkeiten am Förderzentrum ist für das Schuljahr 2022/23 vorgesehen«, heißt es im Sachbericht des Landkreisausschusses. Dafür werden aktuell in einem Anbau eigene Räumlichkeiten geschaffen. Gearbeitet wird nach einem »Integrativen Modell«, wie es ähnlich bereits seit 15 Jahren in der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert wird. Die Kinder sind nämlich nicht in eigene Klassen separiert, sondern mit Unterstützung durch zusätzliche Betreuer in Regelklassen integriert. Nur wenn es situationsbedingt nötig ist, steht für die Betreuung ein eigener Raum bereit – beispielsweise bei Stress. Die Betreuung der Kinder hört aber nicht mit dem Unterricht auf.

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Gemeinsam wird zu Mittag gegessen. Es gibt eine Nachmittagsbetreuung, ein Sozialtraining, Lernförderung, Therapieklettern und Einheiten mit einem Schulhund. Am Nachmittag ist Zeit für körperliche Aktivitäten und kreatives Erleben. Dazu heißt es im Sachbericht: »Positive Effekte der Konzeption sind bereits jetzt zu Beginn des Schuljahres erkennbar. Die Schüler haben in den Schülern des Förderzentrums positive Vorbilder und nehmen aktiv und integriert am Schulleben teil. Sie nutzen dabei die Einrichtungen und Möglichkeiten in und um das Förderzentrum.«

Die Aufnahme neuer Schüler in die SKF erfolgt durch eine Meldung an das Förderzentrum oder Jugendamt. Für die besondere Betreuung wirken je eine Sonderschullehrerin, Heilpädagogin, Sozialpädagoge und der mobile psychologische Fachdienst zusammen. Insgesamt sind dafür Kosten von 590  000 Euro veranschlagt. Folgende Kooperationspartner wirken mit: Sonderpädagogisches Zentrum, Staatliches Schulamt, Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie die Startklar Soziale Arbeit Oberbayern gGmbh. Projektträger ist die Bildungsregion Berchtesgadener Land.

Gerd Spranger

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