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Radsturz bei der Abfahrt von der Stoißer Alm – vermeintlicher Gleitschirm-Absturz an Seilbahn-Stütze

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Foto: Leitner, BRK BGL

Anger – Eine schwer gestürzte Radfahrerin auf der Kohlhäuslstraße am Teisenberg und ein vermeintlich abgestürzter Gleitschirm an der mittleren Stütze der Predigtstuhlbahn haben am Samstagnachmittag Bergwacht, Polizei, zwei Helis und den Landrettungsdienst gefordert.

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Gegen 15.20 Uhr war eine 58-jährige Radfahrerin bei der Abfahrt über die Kohlhäuslstraße von der Stoißer Alm am Teisenberg auf Höhe des großen Holzlagerplatzes direkt am Kohlhäusl vermutlich wegen eines größeren Schlaglochs in der Kiesstraße so schwer gestürzt, dass sie zunächst bewusstlos liegen blieb. Ihr Begleiter und weitere Ersthelfer kümmerten sich um die verunfallte Einheimische und setzten bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die die Bergwacht Teisendorf-Anger, die Bergwacht-Einsatzleiterin, den Rettungswagen des Teisendorfer Roten Kreuzes und den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ losschickte.

Die im nur fünf Kilometer entfernten Angerer Feuerwehrhaus untergebrachte Angerer Bergwacht traf bereits wenige Minuten später mit ihrem Rettungsfahrzeug bei der mittlerweile wieder ansprechbaren Frau ein und übernahm die Erstversorgung. Der Sturzhelm war zu Bruch gegangen und hatte offensichtlich Schlimmeres verhindert. Die Besatzung des Teisendorfer Rettungswagens und die Notärztin des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“, der auf der Wiese neben dem Kohlhäusl landen konnte, untersuchten die Frau und fuhren sie dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Beamte der Reichenhaller Polizei nahmen den Unfall auf. Während der vergangenen Tage war der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes im Landkreis immer wieder bei Fahrradunfällen gefordert, da wegen des schönen Wetters besonders viele Menschen mit dem Radl unterwegs waren.

Gegen 18 Uhr forderte die Polizeieinsatzzentrale Rosenheim dann über die Integrierte Leitstelle die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger nach, da von den Heimgärten an der Saalach aus per Fernglas ein vermeintlich abgestürzter Gleitschirm an der großen mittleren Stütze der Predigtstuhlbahn gesichtet worden war. Beamte der Bereitschaftspolizei und später auch eine Streife der Reichenhaller Polizei klärten den Sachverhalt zusammen mit dem Anrufer ab, konnten aber vom Tal aus keine Entwarnung geben, da auch per Tele-Objektiv mit größerer Brennweite tatsächlich eine Art von rotweißer Plane am Boden westlich der Stütze zu sehen war, die nach telefonischer Rücksprache mit der Bahn die Tage zuvor noch nicht dagewesen war. Da die Bahn am Wochenende wegen des fehlenden Maschinisten in der Bergstation nicht fahren konnte, flog dann die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 4“ den Bereich rund um die Stütze ab. Die Beamten konnten aber wie bereits vermutet nur Baumaterial für die Sanierungsarbeiten feststellen und nach ihrem Kontrollflug endgültig Entwarnung geben. Die an der Rettungswache warteten Einsatzkräfte der Bergwacht konnten nach rund zwei Stunden wieder nach Hause fahren. BRK BGL