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Räuber klauen Juwelen aus Schatzkammer

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Räuber klauen Juwelen aus Schatzkammer
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In der Stadt Dresden sind Räuber in eine Schatzkammer eingebrochen. Foto: David Brandt/Staatliche Kunstsammlungen Dresden/AP/dpa Foto: dpa

Eigentlich sind Museen oft besonders geschützt, damit niemand etwas Wertvolles stehlen kann. Aber genau das haben Einbrecher trotzdem geschafft - und zwar in einer richtigen Schatzkammer!


Sie funkeln, glitzern und sind extrem wertvoll. Die Rede ist von Diamanten. Und die sind nun verschwunden! Aus einer Schatzkammer in der Stadt Dresden im Bundesland Sachsen.

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Darüber sind ziemlich viele Leute entsetzt. Denn die Schmuckstücke wurden aus einem weltberühmten Museum gestohlen und sind einzigartig. »Nicht nur die Staatlichen Kunstsammlungen wurden bestohlen, sondern wir Sachsen«, sagte der Regierungschef Sachsens.

Die Einbrecher waren durch ein Gitterfenster geklettert und schlugen eine Vitrine ein, in der die Juwelen lagen. Das weiß man von Aufnahmen einer Videokamera. Als die Polizei kam, waren die Einbrecher schon wieder auf und davon.

Zu ihrer Beute gehören zum Beispiel ein Degen mit Hunderten Diamanten und eine Kette aus sächsischen Perlen. Und Schmuck aus Edelsteinen für eine Königin. Diese Juwelen waren im »Grünen Gewölbe« ausgestellt, so heißt die bekannte Schatzkammer. Sie wurde vor etwa 300 Jahren von dem sächsischen Kurfürsten August der Starke eingerichtet. Er herrschte damals in der Region.

Manche der gestohlenen Stücke stammen aus dem 18. Jahrhundert. Da sie so alt sind, seien sie auch so wertvoll, sagte eine Expertin. Außerdem seien sie Teil einer größeren Sammlung gewesen. Und eine solche vollständige Sammlung sei in Europa einzigartig gewesen. Man kann die gestohlenen Stücke also nicht einfach neu kaufen und ersetzen. Alle Schätze konnten die Räuber aber nicht klauen, sagte der Direktor des »Grünen Gewölbes«.

Die Polizei versucht nun, genau herauszufinden, wie die Räuber in die gesicherten Räumen kamen. Eine Politikerin forderte zudem, die Museen in Deutschland stärker zu schützen.