weather-image
18°
Gemeinderat der Nationalparkgemeinde passt sich Zweckverbandsbeschluss an

Ramsau sagt ja zur Kurbeitragserhöhung

Ramsau – Größere Diskussionen gab es am Montag im Gemeinderat Ramsau über die im Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee bereits beschlossene Kurbeitragserhöhung um 20 Cent ab dem Jahr 2015. Der Beitrag für Kinder bleibt unverändert, für Erwachsene müssen jedoch pro Tag statt 2,10 Euro 2,30 entrichtet werden.

Geänderte Kurbeiträge für 2018 in Inzell. (Foto: Anzeiger/Wechslinger)

Bürgermeister Herbert Gschoßmann hält die Erhöhung auch deshalb für gerechtfertigt, weil man sich einer allgemeinen Kostenentwicklung anpassen müsse und der Gast mit der Kurkarte seit 2008 umsonst mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein könne. Freilich, so Gschoßmann, seien hier noch nicht alle Wünsche erfüllt. Der Bürgermeister verwies darauf, dass in anderen Touristenregionen im gleich hohen Kurbeitrag keine Gratisbusfahrten enthalten seien. Für Zweitwohnungsbesitzer erhöhen sich ebenfalls ab dem 1. Januar 2015 die Kurabgaben für Erwachsene auf 92 Euro, für Kinder auf 44 Euro.

Anzeige

Richard Graßl (CSU) konnte sich mit der Erhöhung nicht anfreunden, wenngleich er die kostenlose Beförderung mit Kurkarte für gut heißt. Die Problematik stellt sich für den Gemeinderat so dar, dass die RVO gewisse Strecken trotz eines Vertrages nicht bediene.

Bürgermeister Herbert Gschoßmann wird der RVO gegenüber Wünsche äußern, wo mehr Busse eingesetzt werden müssten. »Wir müssen mit einem realistischen Konzept in die Verhandlungen mit der RVO gehen«, mahnte Gschoßmann an.

Andreas Bönsch (CSU) hat als Gastwirt festgestellt, dass aufgrund der kostenlosen Beförderung immer wieder Gäste in sein Wirtshaus »Waldquelle« kommen würden. Schließlich verabschiedete der Gemeinderat mit der Gegenstimme von Richard Graßl die Erhöhung des Kurbeitrages. Christian Wechslinger