weather-image

Ramsau soll einen Sitz mehr bekommen

1.0
1.0

Berchtesgaden – Die Gemeinde Ramsau wird wohl in Verbandsversammlung und Ausschuss des Zweckverbands Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) jeweils einen Sitz mehr bekommen. Einen entsprechenden Antrag der Nationalparkgemeinde befürwortete der TRBK-Ausschuss bei seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend im Kongresshaus Berchtesgaden einstimmig. Endgültig entscheiden wird aber erst die Verbandsversammlung.


»Der Tourismus in der Gemeinde Ramsau hat eine Größenordnung wie etwa der in Bischofswiesen«, begründete Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann den Ramsauer Vorstoß, der durch einen Gemeinderatsbeschluss formuliert ist. Man bewege sich wie Bischofswiesen bei rund 330 000 bis 350 000 Übernachtungen pro Jahr. Deshalb hält es Bürgermeister Gschoßmann auch für gerechtfertigt, dass man wie die Gemeinde Bischofswiesen im Verbandsausschuss künftig mit zwei Mitgliedern statt mit einem und in der Verbandsversammlung künftig mit drei statt bislang zwei Mitgliedern vertreten ist. »Immerhin mussten wir unsere finanziellen Leistungen an den Verband in den letzten Jahren auch deutlich aufstocken«, stellte Gschoßmann fest. Er tat deshalb seine Überzeugung kund, dass die Ramsau ein Recht auf einen Sitz mehr habe und diesen nicht nur »gnädigerweise« bekommen sollte.

Anzeige

Auch der juristische Berater Roland Beier hielt das Anliegen der Ramsauer »für »nicht unberechtigt«. Immerhin habe auch die Gemeinde Schönau am Königssee schon einmal eine Stimme an Marktschellenberg abgetreten, die sonst gar keinen Sitz bekommen hätte.

Dr. Bartl Wimmer (Grüne/Berchtesgaden) signalisierte, dass er dem Antrag zustimmen werde. Allerdings habe man die Stärke der Verbandsversammlung bereits einmal von 29 auf 19 reduziert. Nun laufe man Gefahr, dass die Versammlung mit jedem Antrag wieder größer wird. Bei weiteren solchen Anträgen sollte deshalb ein entsprechender Schlüssel gefunden werden. Auch Bürgermeister Hannes Rasp aus Schönau am Königssee hielt den Antrag für gerechtfertigt: »Die Ramsauer machen touristisch sehr viel, die Gemeinde muss deshalb ein entsprechendes Mitspracherecht haben.«

So wird der Zweckverband, vorbehaltlich der Zustimmung durch das Gremium, künftig von 19 auf 20 Stimmen wachsen (Landkreis 1, Berchtesgaden 6, Bischofswiesen 3, Ramsau 3, Schönau am Königssee 6, Marktschellenberg 1). Die Mandatszahl im Ausschuss erhöht sich von 11 auf 12 (Landkreis 1, Berchtesgaden 3, Bischofswiesen 2, Marktschellenberg 1, Ramsau 2, Schönau am Königssee 3). Ulli Kastner

- Anzeige -