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Ramsauer Bergwacht fliegt Bergsteiger vom Hochkalter aus

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Foto: Bergwacht Ramsau

Ramsau/Schönau am Königssee – Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Montagmittag einen psychisch blockierten Bergsteiger vom Hochkalter gerettet.


Der 52-jährige Mann aus der Oberpfalz war unverletzt, aber fühlte sich im alpinen Gelände knapp unterhalb des Gipfels derart unwohl, dass er möglichst rasch wieder zurück ins Tal wollte und deshalb frei ohne Weg und Steig in direkter Sichtlinie durchs absturzgefährliche Gelände ins Ofental absteigen wollte. „Eine tödliche Idee, denn es wäre senkrechte Wandstufen hinabgegangen“, erklärt der Einsatzleiter der Bergwacht Ramsau, Michael Renner.

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Nachdem kurz nach 11.30 Uhr der Alarm eingegangen war, flog „Christoph 14“ die Einsatzstelle an und wollte den Notarzt und einen Bergretter über die Kufe aussteigen lassen, was wegen des starken Winds misslang. Der Heli brachte dann die beiden Retter am Rettungstau zum Einsatzort und konnte sie trotz der Böen etwas unsanft am Berg absetzen.

Die Einsatzkräfte versorgten den erschöpften und frierenden Patienten und konnten ihn ohne Medikamentengabe so weit beruhigen, dass ein sitzender Abtransport am Tau möglich war. Seine Begleiterin und zwei weitere Bergsteiger hatten sich zuvor schon um den 52-Jährigen gekümmert.

Der Pilot holte dann den Patienten und den Arzt mit dem Tau ab und flog beide zum Sportplatz in die Ramsau, wo der Heli mit dem Kerosin-Anhänger wieder aufgetankt wurde. Danach holte „Christoph 14“ den Bergwachtmann und die Begleiterin ab und flog beide ebenfalls ins Tal.

Am Zwischenlandeplatz an der Blaueishütte waren noch ein zweiter Bergretter und der Hüttenwirt, ebenfalls Bergwachtmann, mit weiterer Ausrüstung für einen möglichen liegenden Abtransport in Bereitschaft – der Heli-Pilot holte den Bergretter wieder ab und flog ihn ins Tal. Die Bergwacht tankte „Christoph 14“ nach insgesamt fünf Flügen wieder auf und brachte den Tankanhänger zurück an die Bergrettungswache Berchtesgaden. Der Einsatz dauerte bis 14.45 Uhr und damit über drei Stunden.

Während des Einsatzes holte die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ eine 52-jährige Frau mit einer Sprunggelenksverletzung am 40-Meter-Rettungstau von der Brettgabel. Die Bergsteigerin hatte sich im Abstieg in rund 1650 Metern Höhe verletzt. Der Notruf für die Bergwacht Berchtesgaden war gegen 12.40 Uhr eingegangen.

red/BRK BGL

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