weather-image
27°

Raufußhühner, Hacking und Laktoseintoleranz

4.3
4.3
Bildtext einblenden
Verdammt heiße Idee. Ein Kühlschrank auf die Schnelle.

Berchtesgaden – Fünf Tage gemeinsames Experimentieren und Forschen sowie wochenlange Vorbereitungen liegen hinter den 60 angehenden jungen Naturwissenschaftlern in spe. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der MINT-Akademie präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Freitag ihre Resultate der Projektwoche aus dem Schülerforschungszentrum Berchtesgaden. Der Kleine Saal im AlpenCongress »platzte« fast vor Ideen und Besuchern.


Mit einem »herzlich willkommen bei unserer Abschlusspräsentation«, begrüßte Prof. Dr. Peter Hubwieser die Gäste. »Wo ist Geld besser investiert als in Bildung?«, fragte anschließend Landratsstellvertreter Helmut Fürle.

Anzeige

»Die MINT-Akademie sowie die Möglichkeit zum freiwilligen Engagement sind wichtige Investitionen in die Region. Schön, dass ihr da seid«, fügte Berchtesgadens 3. Bürgermeister und AlpenCongress-Chef Josef Wenig hinzu. »Außerdem fungiert diese Projektwoche auch als grenzüberschreitende Einrichtung«, sagte abschließend die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung, Irene Schulte.

Von Robotik bis Thermodynamik

Birgit Reisenhofer übernahm das Mikrofon und führte durch das komplexe Programm, stellte die jeweiligen Arbeitsgruppen vor und unzählige Foto- und Informationsstichpunkte wurden auf die Leinwand projiziert. Die Oberthemen reichten heuer von Robotik, Klimatologie bis zu Thermodynamik oder Hacking.

Rund 60 Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren nahmen vom 8. bis zum 12. Jul teil. Die wissenschaftliche Leitung oblag Prof. Dr. Peter Hubwieser, Dr. Stefan Lebernegg, dem Leiter der MINT-Akademie und stellvertretenden wissenschaftlichen Leiter sowie Geschäftsführer Christoph Geistlinger und Organisatorin Petra Moderegger.

Bildtext einblenden
Das »Organisations-Triumvirat« (v.l.): Prof. Dr. Peter Hubwieser, Dr. Stefan Lebernegg und Christoph Geistlinger.

»Das macht uns stolz«

Unterstützt wurden die Teilnehmer der Jahrgänge 8 bis 10 von Experten aus den jeweiligen Fachgebieten. 17 Betreuer und fünf ausgebildete Erlebnispädagogen für den Sektor Freizeit nahmen sich den Jugendlichen an. Gemeinsame Übernachtung, Frühstück, Mittag, Abendbrot und Freizeitgestaltung standen ebenso auf dem Ablaufplan im CJVM-Aktiv- Zentrum am Hintersee.

Dazu Dr. Stefan Lebernegg: »Die gemeinsame Unterbringung innerhalb der Projektwoche ist ebenfalls ein essenzieller Bestandteil der Einrichtung und fördert gleichzeitig das Teambewusstsein und verbessert das Klima. Angefangen haben wir vor drei Jahren mit nur 27 Schülern und vier Oberthemen. Heute sind es bereits über 60 Interessenten und acht Wissenschaftsbereiche. Das macht uns stolz. Ohne das Engagement aller, wäre diese Woche nicht zu so einem krönenden Abschluss gekommen.« Zum Ausklang erwartete alle im Foyer eine Brotzeit am Buffet.

Bildtext einblenden
Rechnen, rechnen, rechnen. (Fotos: Tessnow)

Und welche Pläne haben sich die Organisatoren für die Zukunft der MINT-Akademie gesteckt? Dazu Geschäftsführer Christoph Geistlinger: »Wir wünschen uns, dass noch mehr Schüler, besonders aus dem Berchtesgadener Land, an einem naturwissenschaftlichen Projekt mitarbeiten. Das bezieht sich besonders auf langfristige Projekte, um später eine Bewerbung zum Beispiel wie ›Jugend forscht‹ einzureichen. Hier herrscht doch schon ein Mangel. Die Interessenten sollen auch wissen, dass sie alle finanziell unterstützt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.« Jörg Tessnow