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Rebensburg Dritte in Ofterschwang - Neureuther Vierter

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Heimspiel
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Viktoria Rebensburg freut sich mit den jubelnden Fans im Rücken über Platz drei. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Schnell
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Felix Neureuther in Aktion. Foto: Angelika Warmuth Foto: dpa
Podestplatz
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Für Rebensburg war es der fünfte Podestplatz in dieser Saison. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Siegerin
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Anna Fenninger freut sich über ihren Sieg. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Podium
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Die schnellsten drei Damen: Anna Fenninger (M), Tina Maze (l) und Viktoria Rebensburg. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Gesamtsiegerin
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Gesamtsiegerin Tina Maze musste sich in Ofterschwang mit Platz zwei begnügen. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa

Ofterschwang (dpa) - Felix Neureuther fehlten in Slowenien vier Hundertstelsekunden auf das Podest, Viktoria Rebensburg dagegen sicherte sich das fünfte Stockerl der Saison souverän.


Beim Heim-Weltcup in Ofterschwang sorgte die 23-Jährige nach Wochen mit für sie enttäuschenden Resultaten durch Platz drei für ein Erfolgserlebnis vor dem Saisonfinale in Lenzerheide. »Ich bin heute echt froh, es war sicherlich kein leichtes Rennen für mich, vor allem, weil die letzten Wochen nicht ganz einfach waren«, sagte die 23-Jährige nach der Siegerehrung des Riesenslalom-Weltcups im Allgäu.

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Während Maria Höfl-Riesch mit Platz 16 weit entfernt war von den Top 3, fehlten Neureuther kurz zuvor beim Weltcup in Kranjska Gora nur Sekundenbruchteile zum zweiten Podestplatz in einem Riesentorlauf. »Im Slalom würde ich mich sehr ärgern, aber im Riesenslalom bin ich mit dem Ergebnis zufrieden«, sagte Neureuther über seinen Mini-Rückstand auf Alexis Pinturault aus Frankreich.

Auch Alpin-Direktor Wolfgang Maier war zufrieden mit der Ausbeute vom Samstag. »Die Vicky ist auf dem Podium gewesen, das war eine sehr ordentliche Leistung, die Veronique Hronek als Zehnte ist auch sehr gut. Felix hat in Kranjska Gora ein überraschend starkes Ergebnis erreicht«, sagte Maier in Ofterschwang.

In seiner Spezialdisziplin will Neureuther als WM-Zweiter im Slalom am Sonntag auf dem schwierigen Hang dann nochmal zulegen - und sich die letzte verbliebene Chance auf die kleine Kristallkugel wahren.

Die allerdings besteht nur noch theoretisch, denn auf Marcel Hirscher fehlen Neureuther bei noch zwei ausstehenden Torläufen bereits 184 Punkte. Die Wahrscheinlichkeit eines Disziplin-Erfolgs des Österreichers ist also hoch, und auch in der Gesamtwertung konnte der Slalom-Weltmeister seinen Puffer auf Aksel Lund Svindal vergrößern. Der Norweger wurde Sechster, Hirscher dagegen sammelte nach Sieger Ted Ligety auf Platz zwei die meisten Punkte in Slowenien. Fritz Dopfer schied aus, blieb dem Augenschein nach aber weitestgehend unverletzt.

Mit 69 Zählern Vorsprung geht Hirscher nun in die Zielgerade. Bei noch drei ausstehenden Technikrennen, in denen er besser ist, gegenüber zwei Speedrennen, wo Svindal seine Stärken hat, ist der Kampf um die Große Kristallkugel damit fast entschieden.

Keine Zweifel mehr gibt es am besten Riesenslalom-Fahrer der Saison: Dreifach-Weltmeister Ligety zog mit der vierten Kugel nach 2008, 2010 und 2011 mit dem Italiener Alberto Tomba sowie dem Schweizer Michael von Grünigen gleich. Führender in der Liste ist der Schwede Ingemar Stenmark mit sieben Erfolgen. »Das war echt schwierig heute. Ich war froh, dass ich unten war«, befand der Amerikaner Ligety. Ein Kompliment bekam der Sieger von Neureuther. »Der ist für mich der absolute Übermensch im Riesenslalom«, lobte er den Kumpel aus den USA.

Auch Tina Maze hat die Riesentorlauf-Kugel schon sicher, zudem ist ihr in einer Saison voller Rekorde der Sieg im Gesamtklassement schon seit zwei Wochen nicht mehr zu nehmen. Ihren Punktestand schraubte sie mit Rang zwei hinter Anna Fenninger (Österreich) auf 2154. Dazu fehlen ihr nach dem 21. Podestplatz der Saison nur noch zwei Top-3-Platzierungen, um Hermann Maier (Österreich) nach seinem 2000-Punkte-Rekord auch die Bestmarke für die meisten Siegerehrungen (22) einer Weltcup-Saison abzunehmen.

Für Rebensburg war ihr dritter Platz in Ofterschwang immerhin das fünfte Stockerl der Saison. Inklusive der WM-Rennen hatte sie darauf sieben Rennen lang warten müssen. »Von daher bin ich einfach froh und erleichtert, da heute auf dem Podium stehen zu dürfen«, sagte sie. Auch Veronique Hronek hatte beim Heim-Rennen Grund zur Freude: Mit Platz zehn gelang ihr das beste Weltcup-Resultat in dieser Disziplin.

Ganz anders die Gefühlslage bei Doppel-Olympiasiegerin Höfl-Riesch. Platz sieben im ersten Durchgang sei »okay« gewesen, aber mit dem zweiten Lauf vor 7700 Zuschauern war die 28-Jährige überhaupt nicht zufrieden. »Der zweite Durchgang war einfach von oben bis unten total verkorkst.« Für sie gilt mit Blick auf den Slalom am Sonntag: »Abhaken, weiter geht's.«