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Rechte für alle Menschen

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Protest
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Im Land Belarus protestieren immer wieder Menschen gegen den Präsidenten. Doch seine Meinung frei zu sagen, kann in dem Land zu Problemen führen. Foto: Sergei Grits/AP/dpa Foto: dpa

Niemand darf benachteiligt werden. Niemand darf misshandelt werden. Auf diese und viele andere Regeln haben sich Länder auf der ganzen Welt geeinigt. Trotzdem werden sie nicht immer eingehalten.


Stell dir vor, jemand möchte einen Job vergeben. Er entscheidet sich für eine Frau und sagt dem Mann: Du bist ein Mann, deswegen will ich dich nicht als Mitarbeiter. Das ist ungerecht. Und es verstößt gegen die Menschenrechte der Vereinten Nationen.

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Vereinte Nationen: So nennt man eine Gruppe, in der sich fast alle Länder der Welt zusammengetan haben. Die Gruppe kürzt man auch mit UN ab. In der UN wollen die Länder für ein friedlicheres Leben auf der Erde sorgen. Deshalb haben sie auch die Menschenrechte festgelegt. »Die Menschenrechte regeln, dass alle Menschen gleich behandelt werden«, sagt die Expertin Claudia Kittel.

Dabei ist es egal, ob sie Mann, Frau oder Kind sind, wie sie aussehen oder an welche Religion sie glauben. Den Menschenrechten haben fast alle Länder zugestimmt und dazu auch verschiedenen Verträgen.

Damit sich alle an die Verträge halten, gibt es unter anderem den UN-Menschenrechtsrat. Darin sitzt gerade auch Deutschland. Läuft es in einem Land nicht gut mit den Menschenrechten, soll der Rat darauf aufmerksam machen. Seit Montag treffen sich die Mitglieder wieder. Drei Wochen lang wollen sie sich besprechen. Zu reden gibt es viel.

In einigen Ländern werden Menschen benachteiligt, bedroht oder dürfen nicht frei ihre Meinung sagen. Trotzdem ist es für den Rat der UN schwierig, die Menschenrechte durchzusetzen. »Die Staaten müssen berichten, was sie getan haben, um die Menschenrechte in ihrem Land einzuhalten. Aber schaffen sie das nicht, werden keine Strafen verhängt«, sagt Claudia Kittel.

Trotzdem geraten die Staaten so unter Druck. »Es wird öffentlich gemacht, dass hier etwas nicht gut läuft. Und schlecht dastehen in der Öffentlichkeit, dass möchte dann schließlich doch keiner der Staaten«, erklärt die Fachfrau.

Für Druck sorgen auch Organisationen: Sie machen etwa den Menschenrechtsrat darauf aufmerksam, wenn Länder in ihrem Bericht zu den Menschenrechten etwas weniger schlimm darstellen als es ist.