Reger Verkehr am Wochenende auf der A8 fordert eine Verletzte – Mehrere Anzeigen

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Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

A8 – Am vergangenen Wochenende, an dem zeitweise starker Reiseverkehr auf der Autobahn A8 in Richtung Süden vorherrschte, kam es neben einigen Parkremplern im Bereich der Parkflächen der Rastanlagen auch zu einem schwerwiegenden Verkehrsunfall, bei dem eine Frau leicht verletzt wurde.


Ein 51-jähriger Mann aus Berlin befuhr mit seinem Auto-Wohnanhänger-Gespann die rechte Spur der Richtungsfahrbahn München. Obwohl für ihn und seine Fahrzeugkombination ein Überholverbot galt, wechselte der Berliner am Angerer Berg vom rechten auf den linken Fahrstreifen über. Hierbei übersah er eine 33-jährige Frau aus Mecklenburg-Vorpommern, die mit ihrem BMW die linke Spur befuhr. Es kam zunächst zur Kollision des Wohnanhängers mit dem BMW, ehe das Fahrzeug der Geschädigten in die Mittelschutzplanke gedrängt wurde. Bei dem Zusammenstoß wurde die BMW-Fahrerin leicht verletzt. Die 33-Jährige suchte nach der Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein selbstständig einen Arzt auf. Der Schaden am Wohnanhänger des Berliners belief sich auf etwa 2000 Euro. Am BMW entstand Sachschaden in Höhe von mindestens 10.000 Euro.

Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der Richtungsfahrbahn Salzburg bei Piding. Ein 49-jähriger Mann musste seinen Ford Mondeo verkehrsbedingt abbremsen, da sich vor seinem Fahrzeug ein Stau bildete. Ein hinter ihm fahrender 32-Jähriger übersah dies und fuhr in das Fahrzeugheck des vorausfahrenden Mannes. Am Fahrzeug des Verursachers entstand ein Sachschaden in Höhe von 1000 Euro. Der Schaden am Fahrzeug des 49-Jährigen liegt bei circa 2500 Euro. Beide Unfallbeteiligten konnten ihre Fahrt im Anschluss fortsetzen. Verletzt wurde niemand.

„Keine Weiterfahrt“ hieß es allerdings für einen 44-jährigen Ungarn, der in Österreich wohnhaft ist. Er wurde mit seinem BMW bei Siegsdorf einer Kontrolle unterzogen. Hier stellten die Beamten bei dem Ungarn ein aktuell geltendes Fahrverbot für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland fest. Nicht zum ersten Mal, wie die weiteren Ermittlungen ergaben. Der Ungar wurde wegen vorsätzlichen Fahrens trotz Fahrverbots zur Anzeige gebracht. Ihn erwartet eine empfindliche Geldstrafe.

Ein Zwischenstopp bei der Autobahnpolizei Siegsdorf legte auch ein 34-jähriger Kraftfahrer aus Rumänien ein. Er transportierte mit seinem Kleintransporter-Anhänger-Gespann gewerblich Gebrauchtwagen von Deutschland nach Rumänien. In seinem Zugfahrzeug war kein erforderliches Kontrollgerät verbaut, sodass der Rumäne keinen Nachweis über sein Lenk- und Ruhezeiten vorweisen konnte. Weiterhin konnte er auch keine Transportgenehmigung für seine Tätigkeit vorweisen. Da auch er der Polizei nicht unbekannt war, musste der Rumäne ein stark erhöhtes Bußgeld als Sicherheit hinterlegen.

Die Weiterfahrt, zumindest bis zur Behebung der Mängel und Beibringung eines entsprechenden Bußgeldes, wurden auch einem 42-jährigen und einem 27-jährigen Berufskraftfahrer aus Bosnien untersagt. Der 42-Jährige war mit seinem Tanksattelzug durch Beamte der Verkehrspolizei Traunstein bei Siegsdorf einer Kontrolle unterzogen worden. Hierbei wurden mangelhafte Verschlusseinrichtungen an seinem Tankauflieger festgestellt. Der Bosnier wurde wegen Verstoßes gegen das Gefahrgutbeförderungsgesetzt angezeigt. Der 27-jährige Bosnier wurde bei Teisendorf wegen Verstoßes gegen die Ausrüstungsvorschriften angezeigt. An seinem Sattelzug war die Bereifung des Aufliegers zu beanstanden. Mehrere Reifen waren derart schadhaft und abgefahren, dass bei einem Großteil bereits das Gewebe sichtbar war und an eine Weiterfahrt somit nicht mehr zu denken war.

fb/red