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Rein in die Kirche, raus aus der Kirche

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Kirche
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Die Kirchen haben ein Problem: Sie haben immer weniger Mitglieder. Foto: Andreas Arnold/dpa Foto: dpa

Die evangelische und die katholische Kirche haben das gleiche Problem: Sie verlieren nach und nach Mitglieder. Aber warum nur?


Fußball spielen, Tiere pflegen, wandern gehen. Für viele Hobbys werden Leute Mitglieder in einem Verein. Mitglied sein können Menschen auch in einer Kirche.

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Sobald sie getauft sind, gehören sie dazu. Doch es gibt es ein Problem: Sowohl die evangelische Kirche als auch die katholische Kirche verlieren in Deutschland Mitglieder. Auch im vergangenen Jahr schrumpften die beiden Kirchen weiter, wie sie am Freitag erklärten.

Warum haben die Kirchen immer weniger Mitglieder?

Fachleute sagen: Besonders junge Menschen interessieren sich weniger dafür. »Sie ärgern sich teilweise über die Kirche und treten aus«, sagt Pater Hans Langendörfer. Er ist ein Geistlicher bei den Katholiken.

Eine Expertin der evangelischen Kirche fügt hinzu: Andere Menschen verlassen die Kirche, weil sie keine Kirchensteuern zahlen wollen. Zum Beispiel, weil sie das Geld sparen wollen. Oder weil sie finden, dass die Kirchen die Steuern für die falschen Dinge nutzen.

Wofür verwenden die Kirchen das Geld?

Zum einen werden die Geistlichen und all diejenigen bezahlt, die in der Kirche arbeiten. Auch die Gebäude der Kirchen können mit dem Geld in Ordnung gehalten werden. »Vor allem aber wird das Geld genutzt, um Menschen nahe zu sein«, erklärt Hans Langendörfer. Etwa, indem die Kirchen überall auf der Welt Menschen in Not helfen und Kranke unterstützen. Oder sich für die Bildung von Kindern, Jugendlichen und Studierenden einsetzen.

Was machen die Kirchen gegen die Austritte?

»Junge Leute könnte man etwa mit Freizeitprogrammen oder der Musik im Chor für die Kirche gewinnen«, sagt Hans Langendörfer. Außerdem sollen die Gottesdienste besser werden - zum Beispiel durch eine modernere Sprache. Auch könnten die Gottesdienste nachmittags oder abends stattfinden statt am Sonntagmorgen, schlägt er vor.