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Reizvolle Spurensuche nach dem großen musikalischen Sohn der Region

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Glanzvoller Höhepunkt von »Mozart bewegt« ist ein Ball-Abend am Samstag, 26. April um 18.30 Uhr. Gespielt werden schwungvolle Tänze aus der Mozartzeit und Volkstänze von damals und heute, denn Wolfgang Mozart war von Kindesbeinen an ein begeisterter Tänzer.

Mozartsche Klänge zu Ostern haben im Kloster Seeon Tradition. Und eine treue Zuhörergemeinde allemal. Ohne die wäre es ja wohl auch kaum möglich, dass das kleine Mozartfestival auf der Seeoner Halbinsel nun schon ins 19. Jahr geht. In der Zeit vom 20. bis 27. April wird im Kultur- und Bildungszentrum wieder eine höchst reizvolle Mozart-Spurensuche angeboten. Sechs Musikveranstaltungen zum Zuhören, Zuschauen und Mitmachen stehen auf dem Programm:


Den Auftakt machen am Sonntag, 20. April um 17 Uhr die beiden Pianisten Kamila Akhmedjanova und Adrian Suciu mit dem Thema Mozart auf Russisch. Mozart war der erste reisende Virtuose in der Musikgeschichte, er ist durch ganz Mittel- und Westeuropa, von Wien bis nach London, gekommen. Hätte er noch länger gelebt, so wäre er eines Tages vielleicht auch nach Moskau oder Sankt Petersburg gekommen. Es ist seine Musik, die bis heute rund um den Globus erklingt und alle Generationen bezaubert. Durch seine Musik ist Mozart - post mortem – auch nach Russland gekommen. Seine Kompositionen haben das musikalische Denken aller wichtigen russischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts beeinflusst. Die beiden jungen Interpreten bringen Mozart zu vier Händen und Werke von Rachmaninov, Tschaikowsky und Rubinstein zu Gehör.

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Das Trio Bamberg – mit Robert Benz (Klavier), Jewgeni Schuk (Violine) und Alexander Hülshoff (Cello) - steht am Montag, 21. April um 11 Uhr auf der Bühne des Festsaals. Zur Aufführung kommen Werke von W. A. Mozart (Trio G-Dur, KV 564), F. Schubert (Notturno), C. Saint-Saëns (La muse et le poète, op. 132) und J. Brahms (Trio H-Dur, op. 8). Das Ensemble, dem ein ungeheurer Energielevel nachgesagt wird, feiert demnächst 20-jähriges Jubiläum. Aus hoffnungsfrohen Jungtalenten sind gestandene Musiker geworden, die wissen was sie wollen. Anders als viele andere Kammermusikensembles besteht das Trio Bamberg aus denkbar heterogenen Köpfen: Da ein glutvoller Russe an der Violine, dort der eher feinsinnige und mit warmen Klang spielende Cellist und dazu ein Intellektueller am Klavier.

Mozart bewegt heißt das Motto der drei Veranstaltungen die nun folgen und hinter denen das Mozart-Opern-Institut der Universität Mozarteum Salzburg steht: Am Freitag, 25. April um 18.30 Uhr, findet im Tagungsrestaurant das musikalisch-kulinarische Potpourri unter dem Motto »Mozart bittet zu Tisch – Ach wenn wir nur clarinetti hätten« statt.

Mozart hat die Klarinette, sein Lieblingsinstrument, erst als 22-Jähriger in Mannheim kennen und lieben gelernt. Das »piecksüße Hölzl« begleitete ihn sogar beim Kegelspielen (Kegel-Duette und Kegelstatt-Trio), und bescherte uns mit dem Klarinettenkonzert am Ende seines Lebens einen Höhepunkt der Instrumentalkonzerte. Im Mittelpunkt des Abends steht die Klarinettistin Marlene Noichl, die mit bayrischen und Salzburger Kollegen überzeugend darlegen wird, warum Mozart die Klarinette so geliebt hat. Und die Küche von Kloster Seeon schafft dazu den rechten Rahmen für das Genießen von Gaumen, Aug und Ohr. Die Gesamtleitung und Moderation hat Josef Wallnig.

Glanzvoller Höhepunkt von »Mozart bewegt« ist ein Ball-Abend am Samstag, 26. April um 18.30 Uhr. Gespielt werden schwungvolle Tänze aus der Mozartzeit und Volkstänze von damals und heute, denn Wolfgang Mozart war von Kindesbeinen an ein begeisterter Tänzer. Auf den zahlreichen Bällen und Redouten, die er zwischen Wien und Mailand überall besuchte, wählte er nur die besten Tänzerinnen aus. Er tanzte nicht nur gern, er schrieb auch über 150 Tanzmelodien, deren volkstümlicher Charakter oft nicht zu überhören ist.

Mozarts Musik und Volksmusik vereinen sich hier zu einem Potpourri, bei dem für alle Stände und Masken gleichermaßen zum Tanze aufgespielt wird. Verena Brunner und Dr. Michael Malkiewicz, ausgewiesene Spezialisten auf dem Gebiet historischer Tänze, sowie Mag. Anton Gmachl (Koordinator für Volksmusik an der Universität Mozarteum) gestalten mit Studierenden des Mozarteums einen abwechslungsreichen Abend.

»Bastien und Bastienne« und »Der Schauspieldirektor« werden am Sonntag, 27. April um 11 Uhr, dargeboten. Das Mozart-Opern-Institut zeigt die in Macao höchst erfolgreich aufgenommene Produktion des Singspiels »Bastien und Bastienne«, das Mozart im Alter von 12 Jahren geschaffen hat, und verbindet diese Jugend-Oper mit dem Singspiel »Der Schauspieldirektor« des reifen Meisters, ein zeitloser Einblick hinter die Kulissen der Opernwelt: Agenten, Möchte-gern-Talente, Bühnenhyänen, von denen jede der Meinung ist »ich bin die erste Sängerin«. Ausführende Interpreten sind Studierende des Mozart-Opern-Instituts der Universität Mozarteum unter der Leitung von Josef Wallnig.

Das allerletzte Konzert der Seeoner Mozartwoche am Sonntag, 27. April um 16 Uhr - aber ist ganz dem musikalischen Nachwuchs gewidmet. »Wolferl verreist nach Seeon« heißt das Thema, unter dem Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Musikschule Trostberg Vergnügliches und Kurzweiliges für junge Musikfreunde präsentieren. Hier bekommt die Phantasie Flügel, denn man versteckt sich in einem Koffer und fährt mit der Familie Mozart mit auf eine besondere Reise.

Karten für sämtliche Veranstaltungen sind unter www.kloster-seeon.de und im Klosterladen Seeon erhältlich. Das gesamte Programm der Mozartwoche gibt es als Download unter www.kloster-seeon.de.

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