Rettungswagen bei Frontalzusammenstoß verunglückt –  80.000 Euro Schaden

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Foto: Bildcredits: Leitner, BRK BGL

Bayrisch Gmain – Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute gegen 9.45 Uhr auf der B20 zwischen einem Auto und einem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes. Die beiden Insassen des Fahrzeuges wurden schwer verletzt. Der Beifahrer des Rettungswagens wurde ebenfalls schwer und die Fahrerin leicht verletzt.


Update vom 08.01.2021: 

Wie die Polizei Bad Reichenhall mitteilte, erlag der 83-jährige Unfallverursacher, im Krankenhaus Salzburg, seinen schweren Verletzungen.  

 Erstmeldung vom 31.12.2020:

Der Rettungswagen war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs von Bad Reichenhall zu einem internistischen Notarzteinsatz in der Stanggaß (Bischofswiesen). Ein 83-jähriger Berchtesgadener wollte links über die Gegenfahrbahn zur Hohenfriedstraße abbiegen und wurde frontal auf der rechten Fahrzeugseite vom Rettungswagen erfasst. Das Auto blieb am Fahrbahnrand an der Böschung liegen. Der Rettungswagen durchbrach die Leitplanke, rutschte weiter in Richtung des Weißbachs hinab und blieb in der Böschung hängen.

Die 35-jährige Fahrerin und der 43-jähriger Beifahrer des Rettungswagens konnten sich selbst befreien und über Funk Hilfe anfordern. Die 85-jährige Ehefrau des Unfallversursachers wurde eingeklemmt und musste auf das Eintreffen der Rettungskräfte warten. Der Fahrer konnte von Ersthelfern befreit werden. Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall und ein Großaufgebot des Roten Kreuzes zum Unfallort. Darunter den Einsatzleiter Rettungsdienst, die Sanitätseinsatzleitung, vier Notärzte aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Salzburg, den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“, zwei Rettungswagen aus Bad Reichenhall und Teisendorf, einen Krankenwagen aus Bad Reichenhall sowie zwei Notfallkrankenwagen der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden.

Mehrere dienstfreie haupt- und ehrenamtliche Sanitäter und Ärzte kamen als Ersthelfer an die Unfallstelle und kümmerten sich rasch um die insgesamt vier Verletzten. Die Feuerwehr entfernte zur schonenden Rettung mit dem hydraulischen Rettungssatz das Dach des Autos um die eingeklemmte Frau zu befreien. „Christophorus 6“ flog die schwer verletzte Frau zum Salzburger Landeskrankenhaus. Die Rettungs- und Krankenwagen-Besatzungen brachten den schwer verletzten Mann und den schwer verletzten Beifahrer des Rettungswagens zum Salzburger Unfallkrankenhaus und die leicht verletzte Fahrerin des Rettungswagens zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Im Anschluss wurden die ausgelaufenen Betriebsstoffe gebunden, der Brandschutz sichergestellt, die Unfallfahrzeuge gesichert und die Fahrbahn gereinigt. Die B20 war während der Rettungsarbeiten bis 14.30 Uhr gesperrt. Der restliche Verkehr wurde umgeleitet. Ein Abschleppdienst musste das Fahrzeug bergen. Beamte der Reichenhaller Polizei nahmen den schweren Unfall auf.

Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen sowie der Leitplanke wird auf mindestens 80.000 Euro geschätzt. Gegen den Unfallverursacher wurde ein Strafverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

„Wir bedanken uns herzlich bei den sehr engagierten Ersthelfern, Feuerwehrleuten, Polizisten, Sanitätern und Ärzten und den dienstfreien Kollegen, die so rasch zur Stelle waren und professionell geholfen haben, so dass alle vier Verletzten trotz des hohen Einsatzaufkommens am Silvester-Vormittag innerhalb einer Stunde gut und rasch versorgt und transportiert wurden! Wir sind froh über unsere zusätzlichen, über Spenden finanzierten ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen der BRK-Bereitschaften, die bei derartigen Einsatzspitzen im Rettungsdienst wirklich schnell ausrücken, Patienten mit versorgen und zeitnah ins Krankenhaus bringen!“ lobt BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz.

 

fb/red

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