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Revanche – halb geglückt

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Schon in der ersten Spielhälfte der Begegnung TSV Berchtesgaden gegen TSV Traunwalchen vergaben die Platzherren gute Möglichkeiten. Am Ende stand es nach einem 0:2-Rückstand zur Pause dann doch 2:2. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Der TSV Berchtesgaden revanchierte sich am Pfingstmontag für die unglückliche 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel gegen den TSV Traunwalchen nur zur Hälfte. Wieder ohne vier Stammspieler angetreten, kamen die Berchtesgadener im ersten Abschnitt überhaupt nicht ins Spiel. Anstatt wie die technisch versierten Gäste mit Kurzpassspiel zu agieren, versuchten sich die Berchtesgadener immer wieder mit langen Bällen. Wenn sich einmal eine Chance ergab, zeigten die Berchtesgadener Stürmer zu wenig Schussgenauigkeit oder der Gästetorhüter kam noch irgendwie an den Ball.


Erstaunt waren Spieler und Zuschauer, dass das Spiel auf dem kleinen Kunstrasenplatz stattfand, wo sich doch die Breitwiese in einem sehr guten Zustand befindet. Vom Anpfiff des sicher leitenden Schiedsrichters Christian Greim vom SV Oberteisendorf an bot sich auf dem Platz mit Minimalmaßen das übliche Spiel mit Stafetten über maximal zwei Stationen, ehe der Ball wieder beim Gegner landete. Glück und Zufall ist somit immer dabei. Mit Glück, aber auch Geschick hätte der aufgerückte Außenverteidiger Tobias Botzenhard in der 13. Minute fast die Führung erzielt, als ein generischer Spieler den Schuss gerade noch knapp neben die Latte abwehrte. Im Gegenzug kamen die Gäste zu einer Möglichkeit, auf der anderen Seite scheiterte Stefan Sontheimer mit einem Schuss knapp neben das Tor.

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Mit Fortdauer der Begegnung kamen die technisch versierten Gäste mit dem Platz immer besser zurecht und der Führungstreffer lag förmlich in der Luft. Nachdem Schlussmann Stefan Schach wegen einer Verletzung nicht weitermachen konnte, kam Philipp Däuber für ihn zwischen die Pfosten. Einer der weiten Einwürfe von Andreas Hartmann sorgte in der Gästeabwehr für höchste Alarmstufe, doch die Traunwalchener wehrten eine gute Chance ab. Nachdem die Gästeangriffe immer gefährlicher wurden, führte ein Schuss von Stefan Dandl in der 23. Minute zur Gästeführung.

Berchtesgaden antwortete mit entschlossenen Aktionen, doch Christian Pilz scheiterte nach knapp einer halben Stunde zweimal. Dann zog Hartmann einen scharfen Freistoß vor das Tor, doch kein Mitspieler stand gut. Die nächste Möglichkeit erspielte sich Christian Lindner, doch der Torhüter konnte gerade noch mit Fußabwehr klären (37.). Wenig später landete ein Scharfschuss von Linder nach missglückter Torwartabwehr an der Querlatte. Die Berchtesgadener vergaben ihre guten Möglichkeiten und so wurden sie denkbar unglücklich eine Minute vor der Halbzeitpause mit dem 0:2 durch Jakob Zimmermann bestraft. Abwehrchef Gökbayrak und Torhüter Däuber sahen beim Gegentreffer unglücklich aus. »Die 2:0-Führung der Gäste zur Halbzeit ging in Ordnung, weil sie einfach besser gespielt haben«, so Trainer Richard Hartmann. Die Berchtesgadener kamen in dieser zweiten Halbzeit besser ins Spiel und kombinierten gefälliger. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, ehe die Platzherren noch das Unentschieden schafften. Zunächst brachte Sontheimer sein Team mit dem Anschlusstreffer (81.) zurück ins Spiel. Vier Minuten später glich Fußball-Evergreen Ibo Tas zum 2:2 aus. In der Schlussminute hatte Tas sogar noch den Siegtreffer am Fuß, doch es blieb beim insgesamt gerechten Remis. »Wir mussten wieder vier Stammspieler ersetzen, da war es schwierig. Und die Luft ist auch ganz schön heraus«, urteilte Hartmann nach dem Match.

TSV Berchtesgaden: Schach (19. Däuber); Gökbayrak, Botzenhard, Hoffmann, Hinterbrandner, Pilz, Hartmann, Tas, Förg, Lindner, Sontheimer, Popp.

Das ausgefallene Spiel des TSV Berchtesgaden beim SC Inzell findet am Freitag um 18 Uhr statt. Die zweiten Mannschaften beider Vereine stehen sich um 19.45 Uhr gegenüber. Christian Wechslinger

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