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Ricciardo in eigener Liga: Monaco-Pole vor Vettel

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Die Schnellsten
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Daniel Ricciardo (M) gewann das Qualifying vor Sebastian Vettel (l) und Lewis Hamilton. Foto: Claude Paris/AP Foto: dpa
Daniel Ricciardo
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Red-Bull-Piolot Daniel Ricciardo war im Qualifying in Monaco der Schnellste. Foto: Felipe Dana/AP Foto: dpa
Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel auf den Straßen von Monte Carlo. Foto: Xavier Bonilla/Gtres Foto: dpa
Leichtes Leben
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Nicht alle haben in Monte Carlo nur Augen für den Formel-1-Rennsport. Foto: Luca Bruno/AP Foto: dpa
Luxus
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Im Monte Carlo sind Liegeplätze Mangelware. Foto: Luca Bruno/AP Foto: dpa

Daniel Ricciardo ist in Monaco nicht zu stoppen. Vor Sebastian Vettel und Lewis Hamilton rast der Australier im Fürstentum zur Pole Position. Für Red Bull könnte es ein denkwürdiges Formel-1-Jubiläum werden.


Monte Carlo (dpa) - Sebastian Vettel nahm kräftige Schlucke aus seiner Trinkflasche und gratulierte lächelnd dem enteilten Daniel Ricciardo.

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Der australische Red-Bull-Pilot dominierte in Monaco jede Einheit und sicherte sich in der Formel-1-Qualifikation auf beeindruckende Weise auch die Pole Position - vor dem deutschen Ferrari-Star Vettel und Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton. Nach seiner Sturmfahrt bekam Ricciardo gleich einen Anruf von Teambesitzer Dietrich Mateschitz und hatte nur Positives zu berichten.

»Wir waren hier die ganze Zeit die Schnellsten, jetzt wollen wir es am Sonntag auch zu Ende bringen«, sagte der wie so oft glücklich dreinblickende Ricciardo. Für ihn und Red Bull war es die erste Pole Position seit Monaco vor zwei Jahren. Insgesamt war es erst die zweite überhaupt des 28-Jährigen. Das Timing hätte kaum besser sein können, denn Red Bull feiert im Fürstentum seinen 250. Grand Prix.

Auf den neuen noch schnelleren Hypersoft-Reifen verbesserte Ricciardo den Streckenrekord auf imposante 1:10,810 Minuten. Vettel hatte 0,229 Sekunden Rückstand auf seinen früheren Teamkollegen. »Hier ist es fast unmöglich zu überholen. Es ist aber eines der faszinierendsten Rennen, weil alles passieren kann«, sagte der Heppenheimer, der am Sonntag (15.10 Uhr) im sechsten Saisonrennen seinen 50. Karrieresieg feiern will. »Der Plan ist, gut in das Rennen zu kommen und dann den Druck hochzuhalten.«

WM-Spitzenreiter Hamilton war nicht zufrieden. Auf dem Kurs, wo das Überholen so schwer ist, ist Rang drei eine Hypothek. »Ich habe alles gegeben, was ich hatte. Ich konnte auf der letzten Runde aber nichts mehr zusetzen«, sagte Hamilton schmallippig. In der Fahrerwertung hat er 17 Punkte Vorsprung auf seinen WM-Rivalen Vettel. Für Nico Hülkenberg reichte es im Renault nur zu Rang elf.

30 Jahre nach Ayrton Sennas Fabelvorstellung in der Qualifikation, als der Brasilianer die vielleicht perfekteste Formel-1-Runde der Geschichte hinlegte, war nun Ricciardo in seiner eigenen Liga. Makellos raste er zu einer Bestzeit nach der anderen. »Wir haben schon das ganze Wochenende ein starkes Paket. Ich wusste, dass wir hier gute Chancen haben werden«, meinte der Mann aus Perth.

Ricciardo wirkte entspannt. Doch auf keinem anderen Kurs stehen die Piloten so unter Hochspannung wie in Monaco. Dieser enge Kurs verzeiht keine Fehler, schnell landet man in der Leitplanke. Teamkollege Max Verstappen erlebte das im Abschlusstraining, als er in Kurve 16 kurz vor Ende der Einheit die rechte Front seines Wagen demolierte.

Seine Mechaniker arbeiteten unter Hochdruck, bekamen das Auto aber für die Qualifikation nicht mehr rechtzeitig fahrtüchtig. Damit blieb Verstappen als einziger Fahrer ohne gezeitete Runde und bekam auch noch eine Strafe von fünf Startplätzen wegen eines regelwidrigen Getriebewechsels verpasst.

»Es ist heikel, die richtige Balance zu finden«, sagte Ricciardo. Der Australier weiß selbst, wie schwer das ist. 2016, dem Jahr seiner zuvor letzten Pole, patzten seine Mechaniker, als sie für einen Boxenstopp des Australiers nicht vorbereitet waren. Das kostete Ricciardo damals den greifbaren Sieg.

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