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Richter auf Zeit

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Richter auf Zeit
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Die Schöffen sitzen bei den Prozessen dort, wo auch die Richter sitzen. Am Ende entscheiden alle gemeinsam. Foto: Friso Gentsch/dpa Foto: dpa

Hannover/Bremen (dpa) - Wusstest du, dass an vielen Gerichten nicht nur ausgebildete Richter mitentscheiden dürfen? Auch ehrenamtliche Richter reden oft bei Urteilen mit.


Sie heißen Schöffen und entscheiden zum Beispiel mit, ob ein Angeklagter ins Gefängnis kommt oder nicht. Ehrenamtlich bedeutet: Sie bekommen für diese Arbeit kein normales Gehalt. In Deutschland gibt es viele Tausend Schöffen, die Gerichte für eine bestimmte Zeit unterstützen. Die meisten haben eigentlich einen anderen Beruf. Sie sind zum Beispiel Kindergärtner oder arbeiten bei einer Bank.

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Über Gesetze und Rechtsfragen wissen die Schöffen meist nicht so genau Bescheid. Das ist aber nicht schlimm. Denn so stellen sie im Prozess vielleicht Fragen, auf die der Richter nicht gekommen wäre.

Schöffe kann fast jeder werden. Man muss sich dafür etwa bei seiner Gemeinde bewerben. Danach wird entschieden. Gerade suchen wieder viele Bundesländer nach Schöffen. Ein paar Voraussetzungen gibt es aber: Bewerber müssen zum Beispiel mindestens 25 Jahre alt sein.