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Biathletin Sophia Schneider. (Foto: DSV)

»Richtige Richtung«: Sophia Schneider freut sich über EM-Silber

Es läuft derzeit gut für Biathletin Sophia Schneider (SV Oberteisendorf): Nach starken Leistungen beim IBU-Cup in Osrblie (Slowakei) durfte sie zunächst ein Gastspiel beim Weltcup in Antholz (Italien) geben. Nun holte sie bei der Biathlon-Europameisterschaft am Arber die Silbermedaille in der Mixed-Staffel mit Lucas Fratzscher, Philipp Horn und Janina Hettich.


»Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet«, freut sich die 24-Jährige. Denn die Angehörige des Zoll-Skiteams musste sich erst einmal ihren Platz in der Staffel erkämpfen. »Nachdem ich im Einzellauf (8., d. Red.) und Sprint (14.) recht gut war, bin ich dann aufgestellt worden.«

Und sie machte ihre Sache gut, »obwohl ich schon ganz schön angespannt war. Das war schließlich meine erste Mixed-Staffel.«

Zudem herrschten auch im Mixed schwierige Bedingungen mit heftigem Wind – am Vortag im Verfolgungsrennen »war es sogar noch extremer. Da hatte ich beim dritten Schießen so heftige Böen drin, dass ich keine Scheibe getroffen habe. Aber weil ich auch bei zwei Schießeinlagen null Fehler hatte, wusste ich, dass ich es kann.«

In die Mixed-Staffel musste sie als Schlussläuferin gehen – und das unter anderem gegen die norwegische Sprint-Europameisterin Ragnhild Femsteinevik. »Ich wusste, dass sie läuferisch sehr stark ist, sie war ja zuletzt auch im Weltcup dabei. Daher habe ich versucht, sicher zu schießen und beim Laufen nicht zu sehr auf sie zu achten, sondern einfach mein Tempo durchzuziehen.« Das gelang gut, auch wenn Schneider nach zwei Nachladern letztlich mit 18,6 Sekunden Rückstand auf die Norwegerin als Zweite ins Ziel kam. »Der letzte Schuss stehend war knapp, aber ich bin trotzdem zufrieden.«

Schließlich verbuchte die Sportlerin des SV Oberteisendorf ihren größten internationalen Erfolg, seit sie 2017 bei der Junioren-EM in Osrblie mit der Staffel Zweite geworden war.

Das hat Appetit gemacht auf mehr. Beim kommenden IBU-Cup in Nove Mesto (Tschechien), wo zwei Sprints auf dem Programm stehen, »würde ich es gerne mal zur Flower Ceremony (Siegerehrung der besten Sechs, d. Red.) schaffen. Da muss man halt null schießen, dann ist das möglich«, hofft die 24-Jährige.

Läuferisch fühle sie sich »immer noch nicht in Topform. Da muss ich für die Zukunft noch zulegen. Aber durch die vielen Wettkämpfe in letzter Zeit bin ich immer besser reingekommen, es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung.« Und das will Schneider nun in Tschechien bestätigen.

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