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Rilke liest Rilke

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Im neuen Sitzungssaal informierte Eva-Maria Rilke (links) über den Dichter Rainer Maria Rilke. Uta Grabmüller (rechts) hat mit dem Kulturkreis den literarischen Salon initiiert. (Foto: T. Eder)

Mit Eva-Maria Rilke konnte der Agenda-Kulturkreis Grassau einen besonderen Gast in seinem »Literarischen Salon« begrüßen. Gemeinsam mit der Bücherei war der lyrische Nachmittag organisiert worden. Eva-Maria Rilke aus Unterwössen, nicht nur namensgleich, sondern auch weitschichtig mit dem großen Dichter Rainer Maria Rilke verwandt, widmete sich dessen Lebensweg und Werk.


Gleich zu Beginn informierte Eva-Maria Rilke, dass ihre Großmutter, eine geborene Rilke, über die Urgroßeltern zum Dichter verwandt war. Diese heiratete ebenfalls einen Rilke und so blieb der Name erhalten. Auch wenn die verwandtschaftliche Ader sehr weit zurückgeht, so gab es im Leben von Eva-Maria Rilke dennoch Stationen, in denen sich beider Lebensweg überschnitt.

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Ihre erste Begegnung mit Rilke hatte sie 1972 in Paris. Auch Rilke habe in Paris als Sekretär für den Bildhauer Auguste Rodin gearbeitet. Im Rodin-Museum in Paris habe sie seine Büste entdeckt. Rilke habe viel über Rodins Werke geschrieben, wie Eva Maria Rilke dann auch eindrucksvoll wiedergab.

Sie las auch »Der Panther« ein Gedicht über ein Tier im botanischen Garten von Paris, der eine zoologische Abteilung hat. Auch das Karussell, das Rilke beschrieb, ist noch vorhanden. Der Lyriker habe nicht nur Gedichte, sondern auch Prosa verfasst. Von Interesse seien seine Briefwechsel ebenso gewesen wie der Gedichtzyklus »Das Stundenbuch«, der Rilkes pantheistisches Gottesbild spiegelt, sowie der einzige Roman »Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge«.

Als Eva-Maria Rilke nach Spanien kam, überraschte sie, dass gerade in Andalusien Rilke sehr bekannt gewesen sei. Rilke lebte dort ebenfalls und so konnte sie auch sein noch gut erhaltenes Arbeitszimmer in Ronda besuchen. Ihr Lebensweg führte sie 1981 weiter nach Linz an der Donau, wo sich Rilke 1891 aufgehalten hat, als er die Handelsakademie besuchte.

Auch in München stieß die Nachfahrin erneut auf den großen Dichter. Rilke kam als René 1897 nach München und lernte dort seine große Liebe Lou Andreas-Salomé kennen. Auch sie habe in München ihre große Liebe kennengelernt, informierte Eva-Maria Rilke. Nach einigen Kostproben aus Rilkes Feder schloss der literarische Salon mit dem Dank von Uta Grabmüller an die Referentin Eva-Maria Rilke. Tamara Eder