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Ritt von Stein nach St. Georgen am 8. April

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Die beiden Vorsitzenden des Georgivereins, Matthias Hartl (links) und Martin Reif, zeigten in der Jahreshauptversammlung die Zeichnung aus dem Jahr 1947, die in den Besitz des Vereins übergegangen ist. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Der Georgiritt von Stein nach St. Georgen findet am 8. April statt. Das gab der Vorsitzende des »St. Georgiusvereins St. Georgen/Stein« Martin Reif bei der Jahreshauptversammlung bekannt. Zum Rittbitten kommt der Traunsteiner Georgiverein am 3.  März nach Stein.


Die Hauptaufgabe des Vereins ist die jährliche Ausrichtung des traditionellen Ritts zu Ehren des heiligen Georg, der immer am zweiten Sonntag im April durchgeführt wird. Im letzten Jahr waren laut Bericht von Schriftführer Franz Wimmer 189 Pferde dabei und bei herrlichem Frühlingswetter säumten zahlreiche Zuschauer den Weg. In der Kasse des Vereins schlug sich der Ritt 2017 allerdings mit einem Minus in Höhe von 470 Euro nieder. Insgesamt konnte Kassiererin Vroni Obermeier jedoch im letzten Jahr einen kleinen Überschuss in Höhe von 12 Euro verbuchen. Der Verein hat aktuell 218 Mitglieder.

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Zweiter Vorsitzender Matthias Hartl erinnerte an die Termine im vergangenen Jahr und die Teilnahme an Umritten in der Region. Unter anderem waren Vereinsmitglieder mit einer Kutsche und Pferden dabei, als der Firstbaum der rumänisch-orthodoxen Kirche in Traunreut gestohlen und wieder zurückgebracht wurde. Bereits zum dritten Mal kommt heuer am 3. März der Traunsteiner Georgiverein zum Rittbitten in den Gasthof Martini und lädt dabei den Steiner Verein ein zu seinem Ritt am Ostermontag von Traunstein zum Ettendorfer Kircherl. Heuer nehmen Mitglieder außerdem teil an den Georgiritten in Tittmoning am 29. April und in Holzhausen am 21. Mai, an den Leonhardiritten in Truchtlaching am 28. Oktober sowie in St. Leonhard und Kirchweidach am 4. November. Beim eigenen Ritt am 8. April wird Pater Ivo aus Palling die Pferdesegnung vornehmen. Wie üblich geben drei Musikkapellen im Vorfeld Standkonzerte und begleiten den Umzug dann. Mehrere Vereine und Dorfgemeinschaften werden den Umritt mit Motivwagen ergänzen und Politiker, Geistlichkeit sowie Schlossherrschaft sitzen in den Kutschen. Nach dem Ritt werden Teilnehmer und Besucher im Zelt neben dem Feuerwehrhaus verköstigt. In diesem Zelt findet im Vorfeld am 6. April ein Weinfest statt, organisiert von der Dirndlschaft Stein, und am 7. April gibt es einen politischen Abend mit der Bayernpartei.

Vorsitzender Martin Reif informierte die Versammlung, dass der Verein aus dem Nachlass von Ludwig Habbel einige Bücher über Kutschen und Pferde erhalten habe. Darunter war auch eine farbige Zeichnung aus dem Jahr 1947. Diese wurde von Alfred Zacharias erstellt und zeigt den Georgiritt mit Blick von Gut Weisham in Richtung St. Georgen. Der Künstler Zacharias war ein guter Freund von Ludwig Habbel, Verleger und Eigentümer von Gut Weisham zu jener Zeit. Die Zeichnung sowie die Bücher übergab Habbels Enkelin Katrin Klever nun dem Verein.

Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter dankte dem Verein dafür, dass er sich für den Erhalt der bayerischen Traditionen einsetzt: »Ihr seid die wahren Vertreter der Heimat in der Öffentlichkeit, bringt Brauchtum, Kultur, Religion immer wieder in Erinnerung.« Auch für die Stadt Traunreut sei dieses jährliche Zeugnis der Verbundenheit mit der Tradition sehr wichtig. mix