weather-image
10°

Rittner mit deutschen Damen in Paris zufrieden

0.0
0.0
Fe-Cup-Teamchefin
Bildtext einblenden
Barbara Rittner ist zufrieden mit den deutschen Tennis-Damen. Foto: Marijan Murat Foto: dpa

Paris (dpa) - Mehr Licht als Schatten, zumindest für die deutschen Tennis-Damen: Bundestrainerin Barbara Rittner hat sich vor dem Achtelfinal-Auftritt von Angelique Kerber zufrieden über das Abschneiden bei den French Open geäußert.


»Insgesamt war es ein gutes Turnier, auch weil Angie sich durchgefightet hat«, sagte Rittner am Samstag, als endlich Sonne und auch Wärme in Paris Einzug hielten. Zwar ist von einst sieben deutschen Starterinnen am Sonntag nur noch Angelique Kerber unter den letzten 16 dabei und trifft dann auf die einstige French-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland. Sabine Lisicki und Qualifikantin Dinah Pfizenmaier schafften es immerhin erstmals in die dritte Runde.

Anzeige

Pfizenmaier bot beim 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-Vierte Agniezska Radwanska aus Polen am Freitagabend ebenso beherzt Paroli wie Annika Beck zuvor bei ihrem Zweitrunden-Aus gegen Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka. Rittner freute sich daher über »zwei frische Gesichter«.

Lisicki zeigte sich trotz ihrer vor allem anfangs enttäuschenden Leistung gegen Vorjahresfinalistin Sara Errani aus Italien insgesamt zufrieden mit ihrer Sandplatzsaison. Rittner strich heraus, die Berlinerin habe ihr Ziel erreicht, demnächst auch in Wimbledon zu den 32 gesetzten Spielerinnen zu gehören.

Kerber hat in Paris nach dem schwer erarbeiteten 6:4, 6:7 (3:7), 6:4 gegen Varvara Lepchenko gar die Chance, ihren Viertelfinal-Einzug vom Vorjahr zu wiederholen. Dort würde dann wohl die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA warten. »Sie hat mehr erreicht, als ich gedacht habe«, bescheinigte die Bundestrainerin Kerber. Die Weltranglisten-Achte musste wegen einer Bauchmuskelverletzung pausieren und kam alles andere als optimal vorbereitet in das Stade Roland Garros.

Ihre nächste Gegnerin Kusnezowa gewann 2004 die US Open und 2009 die French Open. »Sie weiß, wie es geht«, warnte Rittner. Die 27-Jährige wird derzeit aber nur noch auf Platz 39 der Weltrangliste geführt, die vergangenen beiden der drei Duelle gewann Kerber in diesem Jahr. Erst vor wenigen Wochen setzte sich die Kielerin in Madrid mit 7:5 im dritten Satz durch. Am Sonntag könnte es damit erneut ein umkämpftes Match geben.

»Das wird keine leichte Runde«, prophezeite Kerber. Doch: Wie sie sich gegen Lepchenko gegen das drohende Aus stemmte, war beeindruckend. »Das habe ich aus den letzten Monaten mitgenommen: dass ich bis zum Schluss dran glaube«, erklärte die bei den US Open 2011 erstmals groß herausgekommene Linkshänderin.

Wohin dagegen der Weg von Andrea Petkovic nach der verpassten Qualifikation für das Hauptfeld der French Open führt, ist offen. Rittner plädiert dafür, der einstigen Top-Ten-Spielerin aus Darmstadt nach deren langen Verletzungspausen Zeit zu geben. »Ich bin da entspannt, vielleicht entspannter als sie selbst. Man darf sie nicht unter Druck setzen.«

Eine Enttäuschung erlebte in Paris auch Julia Görges mit ihrem Erstrunden-Aus nach Handgelenksproblemen. Im Nachhinein wäre es womöglich klüger gewesen, gar nicht anzutreten, befand Rittner, nahm die Fed-Cup-Spielerin aber in Schutz und meinte: »Hinterher ist man immer schlauer.«

Vergleich Kerber-Kusnezowa auf WTA-Homepage