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»Rock Circus« rockt das Magazin 4

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Markus Hirth und Gastsänger Andi Meixner rockten das Magazin4 in Reichenhall. (Foto: Kewitsch)

»Burn« – das war der Titelsong des gleichnamigen Albums der legendären Formation »Deep Purple« – ein unsterblicher Hit. 1974 wurden sowohl diese Rock-Hymne als auch das Album veröffentlicht, das in der Folge ein Welterfolg werden sollte. Der Song war ein überaus geeigneter Auftakt für ein Konzert von »Rock Circus«. Thomas Strübler aus Salzburg und seine Mannen rockten, was das Zeug hielt. »Burn« war nur der Anfang, es sollte brennend bleiben.


Taktgebend im Wortsinne war auch Valentin Mimra an den Drums – zum zweiten Mal im Einsatz und schon hörbar voll integriert. Rocklegenden-mäßig mit bloßem Oberkörper peitschte er die Band nach vorne. Die Nummern »Breakin the law« von Judas Priest oder »Evil Eyes« von Dio sowie das sagenhafte »Carry on my Wayward son« von Kansas wurden in seiner »Schießbude« zu stampfenden Klassikern. Er leistete sehr saubere Arbeit an den Drums.

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Aber auch Markus Hirth, der gebürtige Reichenhaller aus Freilassing, an der Gitarre zog sauberste Rock-Saiten auf. Perfekte Soli und immer wieder herrliche Riffs zementierten den Sound der siebziger und achtziger Rock-Jahre äußerst stilecht. Werner Müller (Keyboard, Freilassing) und Wolfgang Hundhammer am Bass waren einerseits unaufdringlich im Hintergrund, sorgten andererseits aber für das erforderliche musikalische Fundament.

Nur der Versuch, aus dem Pop-Song »Maniac« – wer erinnert sich nicht an »Flashdance« – eine Rocknummer zu machen, erschien mir etwas krumm. Pop bleibt Pop und Rock ist Rock, da wird aus einem Disco-Hit kein Heavy-Kracher. Egal. Die Jungs waren sichtlich motiviert und spielfreudig, die »Zugabe« »The last in Line« von Dio im ersten Set mit dem Gastsänger Andreas Meixner hingegen war wieder sauberster und kernigster Sound. Andi Meixner gibt sich etwas dreckig und rauh in der Stimmlage, aber sehr ambitioniert und passend. Wunderbar.

Auch im zweiten Set gab ordentlichen Sound auf die Ohren. Tom Strübler gab weiterhin Vollgas: »Kill the King« von Rainbow, »Hush« von Deep Purple oder das metallene »Holy Diver« von Dio. Egal welche Nummer, jedes Mal volle Punktzahl und wie man so schon sagt: allererste Sahne auf dieser Rocktorte.

So gab es schließlich noch Klassiker von Jon Bon Jovi und Van Halen und eine krachende Zugabe mit dem berühmten »Final Countdown« von Europe. Das Publikum im Magazin 4 war begeistert, auch ältere Semester übten sich wieder im »Headbanging« und die Erkenntnis machte sich breit: »Rock´n‘Roll will never die«. Unsterblich wie »Burn«. Udo Kewitsch