Rotes Kreuz dankt Rudolf Schierghofer für jahrzehntelanges Ehrenamt an der Spitze der BRK-Wasserwacht

Rotes Kreuz dankt Rudolf Schierghofer für jahrzehntelanges Ehrenamt an der Spitze der BRK-Wasserwacht
Bildtext einblenden
Rudolf Schierghofer Foto: Leitner, BRK BGL

Bad Reichenhall –  Seit wenigen Wochen ist die 31-jährige Sabrina Schauer aus Laufen die neue Vorsitzende der BRK-Wasserwacht im Landkreis Berchtesgadener Land. Das heimische Rote Kreuz hat sich nun bei ihrem Vorgänger Rudolf Schierghofer (74) für sein jahrzehntelanges Ehrenamt und 16 Jahre (vier Amtsperioden) an der Spitze der Kreis-Wasserwacht bedankt und an seine vielen Auszeichnungen, Ämter und Aufgaben erinnert.


Der Reichenhaller Schierghofer ist seit über einem halben Jahrhundert Mitglied der BRK-Wasserwacht im Kreisverband Berchtesgadener Land, wobei er sich vor allem im Bereich der Jugend- und Breitenausbildung an Schulen und in Jugendorganisationen besonders verdient gemacht hat. Seit 33 Jahren engagiert er sich für die Teilnahme der Schulklassen am landesweiten Schwimmwettbewerb der BRK-Wasserwacht, weshalb in der Regel über die Hälfte der Gewinner-Klassen aus dem Landkreis kommt. Am Wettbewerb nahmen jährlich bis zu 1.500 Kinder aus den Landkreis-Gemeinden teil. Außerdem bildete der mittlerweile pensionierte Berufssoldat in seiner Laufbahn rund 2.000 Kameraden zu Rettungsschwimmern aus und brachte unzähligen Kindern das Schwimmen bei. Unabhängig davon begleitete er vier Jahre lang eine Schulklasse aus der Schönau zum Schwimmunterricht, damit ein querschnittsgelähmter Junge Dank der fachkundigen Aufsicht und Hilfe im Wasser mit seinen Klassenkameraden zusammen am Sportunterricht teilnehmen konnte und sogar das bronzene Jugendschwimmabzeichen ablegte.

Schierghofer trat 1968 ins Rote Kreuz ein und war über Jahrzehnte hinweg aktive Einsatzkraft im Wasserrettungsdienst. Er war seit 1972 zunächst Ausbilder für Rettungsschwimmer, dann ab 1976 auch Erste-Hilfe-Ausbilder und gestaltete diverse Lehrgänge in der Einsatzkräfte- und Laien-Ausbildung. Er war von 1981 bis 1989 Jugendwart der Reichenhaller Ortsgruppe, von 1985 bis 1989 stellvertretender Jugendwart auf Landkreisebene, dann bis 1993 Jugendwart im Berchtesgadener Land und stellvertretender Jugendwart auf Bezirksebene. Von 1993 bis 2001 war er landkreisweit Verbindungsmann zur Bundeswehr und von 1997 bis 2001 Bezirksbeauftragter für die Verbindungen zur Bundeswehr. Von 1997 bis 2005 war er Technischer Leiter der Kreis-Wasserwacht, und von 2005 bis 2021 Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht, wobei er sich in seiner Amtszeit vor allem um die Beschaffung und Indienststellung des neuen Rettungsboots am Königssee (2011) und die Gründung und Ausstattung der mobilen Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG)  der Ortsgruppe Laufen-Leobendorf bemühte (2016). Als Wasserwacht-Chef war er mit seinen Einsatzkräften bei gleich mehreren großen Schadenslagen gefordert, darunter der Einsturz der Eislaufhalle (2006), mehrere regionale und überregionale Umwelt-Katastrophen (Hochwasser, Waldbrand & Schnee) und zuletzt der große Flüchtlingseinsatz und die Corona-Pandemie.

Für seine vielen Verdienste wurde er unter anderem mit dem Steckkreuz des Freistaats Bayern, der Wasserwacht-Medaille in Gold, der goldenen Verdienstnadel der BRK-Wasserwacht, dem goldenen Ehrenkreuz der Bundeswehr, dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold, dem Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Gold, dem Deutschen Sportabzeichen in Gold, dem silbernen Ehrenkreuz der Österreichischen Wasserrettung und dem goldenen Ausbilder-Abzeichen geehrt. Um sein wichtigstes Anliegen – den präventiven Kampf gegen den Ertrinkungstod bei Kindern und Jugendlichen –  kümmert sich der Rentner mit der Organisation und Durchführung des jährlichen Schulschwimm-Wettbewerbs auch in Zukunft weiter.

fb/red