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Das Braunkehlchen zählt zu den vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Im Chiemgau findet es noch geeignete störungsfreie Bruthabitate. (Foto: Johannes Almer)

Rücksicht auf Wiesenbrüter nehmen

Das seltene Braunkehlchen, Vogel des Jahres 2023, ist mittlerweile aus seinem Überwinterungsgebiet in Afrika zurückgekehrt und kann nun auch in den Wiesenbrütergebieten des Landkreises Traunstein beobachtet werden. Hier herrscht allgemein reges Vogeltreiben. Arten wie der Kiebitz oder der Große Brachvogel sind in den letzten Zügen ihres Brutgeschehens oder haben schon erfolgreich Junge erbrütet.

Andere Arten wie das Braunkehlchen beginnen nun erst mit der Brut. »Es ist daher ganz wichtig, dass sich die Besucher weiterhin an das geltende Wegegebot halten und Hunde an der kurzen Leine führen, um die sensiblen Bodenbrüter nicht unnötig zu stören und ihre Brut zu gefährden«, betont Dirk Alfermann, Gebietsbetreuer Chiemsee. So sieht es auch die Wiesenbrüterverordnung des Landkreises Traunstein vor. Im Bergener und im Grabenstätter Moos sowie am Lachsgang und in der Schöneggart in Übersee finden Braunkehlchen und Co. noch geeignete Brutgebiete. Die für die Vögel wertvollen extensiven Streuwiesen werden hier von den Landwirten erst spät im Jahr gemäht.

Dank dieser Unterstützung, für welche es eine Förderung über das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm gibt, können die Bruthabitate erhalten bleiben. In den nächsten Wochen werden Mitarbeiter der Naturschutzwacht verstärkt in den Gebieten unterwegs sein, um auf die Einhaltung des Wegegebots hinzuweisen. Unterstützt werden sie dabei auch von Beamten der Polizei, die zu Pferd die Gebiete kontrollieren.

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