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Ruhigerer Herbst für die Staatsstraßenanlieger?

Waging am See. Wenn alles gut geht, könnte die neue Lärmschutzwand an der Staatsstraße 2105 bei der Strandbadsiedlung bereits Ende August stehen, und die Anwohner könnten sich auf einen ruhigeren Herbst freuen. Nach einigen Verzögerungen hofft der Bautechniker in der Gemeinde, Franz Fenninger, dass die Bauarbeiten Anfang bis Mitte Juli beginnen können.

Als die Martinstraße ausgebaut wurde, gab es bereits einmal eine große Lärmschutzmaßnahme, die für Anwohner große Erleichterung brachte. Jetzt soll auch entlang der Strandbadsiedlung der Lärm durch eine 550 Meter lange und 340 000 Euro teure Wand reduziert werden. (Foto: H. Eder)

Wie berichtet, hatte sich die Gemeinde auf ein Konzept eingelassen, das eine Kostenteilung von 200 000 Euro vorsieht. Bei berechneten Kosten von maximal 340 000 Euro haben die betroffenen Bürger – gestaffelt nach erster bis dritter Reihe neben der Straße – 140 000 Euro bereits hinterlegt. Allerdings hat das nicht komplett zum ersten festgesetzten Termin im Januar geklappt, sodass sich das Verfahren schon mal auf Februar verschoben hat. Als dann alles Geld da war, wurde der Auftrag Ende Februar vergeben an die Spezialfirma he-b Ingenieurbau aus Passau.

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In Waging hätte man die Aufstellung der 550 Meter langen Wand lieber an einheimische Firmen vergeben. Aber die hätten erst mit einem Gutachten nachweisen müssen, dass ihre Lärmschutzwand genug Schall absorbiert – was wieder viel Geld und auch Zeit gekostet hätte. Die Passauer Firma hat dagegen bereits eine Zulassung für ihr System.

Auch die Vermessungsarbeiten, die Fenninger selbst erledigte, zogen sich wegen des langen Winters hin. Die Passauer Firma erarbeitet jetzt den Eingabeplan. Um Zeit zu sparen, sind an die 18 Hausbesitzer entlang der künftigen Lärmschutzwand bereits Einzelpläne ausgegeben worden, die diese alle unterschrieben haben. Die Unterschrift war auch von den Hausbesitzern einzuholen, die an der Finanzierung nicht beteiligt sind.

In etwa 14 Tagen erwartet Fenninger die Pläne, dann beginnt das Genehmigungsverfahren, das wohl nicht lange dauern werde, da mit dem Landratsamt alles vorbesprochen sei. Weitere Verzögerungen gab es, weil erst der genaue Verlauf der unterirdischen Leitungen geklärt werden musste. Dabei kam man in den Bereich der alten »Villa rustica«. Die Überreste der alten Römervilla wurden zwar schon einmal ausgegraben und wieder zugefüllt. Jetzt aber besteht das Landesamt für Denkmalpflege darauf, dass sicherheitshalber nochmals gegraben werden muss. Nur hat dafür bisher noch keine Firma zugesagt. Inzwischen sind bereits weitere Anträge auf Bezuschussung von Schallschutzwänden eingegangen, die in der Sitzung am heutigen Donnerstag behandelt werden sollen. Die Anträge kommen von zwei Anliegern aus der Frühlingstraße und einem Anlieger aus Gastag. Dort steht die Erhöhung einer privaten Schallschutzwand an, die im Bauausschuss baurechtlich befürwortet worden war. he