Ruhiges Jahr für die Feuerwehr Siegsdorf

4.3
4.3
Bildtext einblenden
Zweiter Vorsitzender Raphael Schreckenbauer (links) und Vorsitzender Johann Mörtl jun. (rechts) ehrten für langjährige Mitgliedschaft Karl Sareiter (70 Jahre, von links), Eduard Landler und Altbürgermeister Franz Maier (40 Jahre) und Georg Heim (25 Jahre).

Siegsdorf – Über ein normales, ruhiges Jahr mit 148  Einsätzen und einem regen Vereinsleben berichteten die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Siegsdorf bei ihrer 146. Generalversammlung. Auch Ehrungen standen wieder auf der Tagesordnung.


410 Mitglieder, darunter 61 Aktive und 17 Jugendliche, gehören zur Feuerwehr Siegsdorf, wie Vorsitzender Johann Mörtl jun. in seinem Rechenschaftsbericht vermeldete. Mit der Patenschaft für die Fahnenweihe der Nachbarwehr Vogling wartete auch gleich die erste große Bewährungsprobe auf die im vergangenen Jahr neu gewählte Führungsmannschaft. Die gute Kameradschaft und Stimmung beim Patenbitten der Voglinger Wehr im Siegsdorfer Gerätehaus freute Mörtl ebenso wie die starke Beteiligung seiner Mitglieder und Mannschaft bei der Fahnenweihe und dem Festumzug im Juni in Vogling, wo die Siegsdorfer mit 70 Teilnehmern und der alten Spritze, bewegt vom schneidigen Fuhrwerk von Friedl Eder, große Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Anzeige

Erstmals gab es wieder ein Familienfest für die Aktiven und ihre Angehörigen. Ein Ausflug zum Feuerwehrfahrzeug-Ausstatter Rosenbauer nach Linz fand großen Anklang und entschädigte für die verregnete »Siegsdorfer Aktionsnacht«. Großes Lob erntete man für das erfolgreiche Weinfest an Kirchweih besonders für die »Liebe zum Detail« und die gute Organisation der mehr als 50 Helfer. Mit Verweis auf viele weitere Termine der Vereinsführung lobte Johann Mörtl alle Helfer für die unentgeltliche und zeitaufwändige Arbeit über das ganze Jahr und freute sich über die konstruktive und fruchtbare Arbeit in Wehr und Verein.

Nachdem Schriftführer Stephan Untermaier und Kassenwart Ludwig Geisreiter Einblicke in die gesunden Strukturen des Vereins gegeben hatten, konnte Kommandant Manfred Steiner auf ein eher ruhiges Jahr »ohne große Schadenereignisse oder Katastrophen« mit insgesamt 148 Einsätzen zurückblicken. Dabei musste allerdings die gesamte Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten von Waldbränden über Zimmer- und Fahrzeugbrände bis zu Verkehrsunfällen aller Art, Keller auspumpen, Tierrettungen, Unwettereinsätze und Personensuche abgearbeitet werden, was die beeindruckende Zahl von 4042 Einsatzstunden zur Folge hatte. An 135 Tagen waren Fortbildungen und Lehrgänge angesagt, 99 Übungen standen auf der Agenda und bei zwei Leistungsabzeichen »Wasser« konnten standardisierte Arbeitsabläufe trainiert werden. Steiner hob dabei besonders den »Übungssamstag« mit Schwerpunkt Atemschutz und Gefahrgut sowie die »Großübung Busunfall« hervor, zu der unter der federführenden Organisation der Feuerwehr rund 350 Einsatzkräfte aller Rettungsorganisationen und fast 100 Verletzten-Darsteller aufgeboten wurden. Bei den 61 Aktiven Einsatzkräften kamen im vergangenen Jahr dabei noch einmal fast 4600 Stunden für die Ausbildung zusammen.

Manfred Steiner betonte, dass die Arbeit der Wehren immer umfangreicher und aufwändiger werde. Er wünschte sich vor allem Entlastung bei Verwaltungsaufgaben und Reparaturen durch einen künftigen hauptamtlichen Gerätewart für die vier Ortswehren.

Jugendwart Simon Aicher ging ausführlich auf die Arbeit und Ausbildung mit den derzeit 17 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren ein. Modulare Truppausbildung, Berufsfeuerwehrtag, Christbaum-Entsorgungsaktion, Tag der Jugendfeuerwehr und vieles mehr entschädigte die Buben und Mädchen für ihren Übungseifer bei den zwölf Jugendübungen.

Bürgermeister Thomas Kamm zeigte sich beeindruckt vom regen Vereinsleben, Er versprach den Wehren, den Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde bald in trockenen Tüchern zu haben, und verwies auf die schwierige Aufgabendefinition für den künftigen Gerätewart. Mit Kreisbrandinspektor Georg König war er sich einig über die hervorragende Ausbildung der Wehr als starke Kraft für alle Probleme im südlichen Landkreis. König gab zudem Einblicke in die Aufgaben der Inspektion und hatte dann die Ehre, an Lars Hothan eine Ehrenurkunde und die Anstecknadel für 25 Jahre Aktiven Dienst zu übergeben. Für 20 Jahre Dienst am Nächsten wurden Birger Ossenberg und Tobias Leskowitz ausgezeichnet, Matthias Landler ist seit 30 Jahren aktiv im Einsatz.

Vorstand Johann Mörtl konnte zudem Karl Sareiter und Vinzenz Dufter für 70 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Siegsdorf auszeichnen. Altbürgermeister Franz Maier, Eduard Landler und Hermann Stadler sind seit 40 Jahren dabei und Erika Müller, Georg Heim und Hubert Mayer gehören der Wehr seit 25  Jahren an.

Mit dem einstimmigen Votum zur Durchführung einer Festwoche im Jahr 2022, wenn die Wehr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, schloss der Vorstand die Versammlung. FK