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Ruhpoldinger Ansichten

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Prof. Dr. Jürgen von Kruedener (rechts) überreicht Bürgermeister Claus Pichler das erste Exemplar des Foto-Kalenders 2014. (Foto: Burghartswieser)

Bereits zum fünften Mal in Folge veröffentlicht Prof. Dr. Jürgen von Kruedener seinen außergewöhnlichen Kalender mit Fotos von Ruhpolding und seiner Umgebung. Außergewöhnlich ist der Kalender deswegen, weil er der bunten Bilderflut, die uns täglich aus allen Medien entgegenschlägt, mit seinen Schwarz-Weiß-Fotos eine selten gewordene, aber von Kunstkennern hochgeschätzte Perspektive entgegensetzt. Seine Heimat erkundet und entdeckt er immer wieder neu durch seine ausgedehnten Wanderungen und Spaziergänge – die Inspiration für seine Ansichten.


Wiederum sind es die ungewohnten, einmaligen und wunderbaren Aufnahmen aus der Heimat, die einen Kalender fernab von Ansichtskartenklischees entstehen ließen. Kruedener hat die Bilderfolge bewusst nach dem Jahreszyklus und den Ereignissen im Ort ausgewählt. Schon das Titelbild – einer der imposantesten Blicke auf die Pfarrkirche und die Friedhofskapelle von Norden her – macht den Betrachter neugierig. Alle Ansichten strahlen Ausgeglichenheit aus und spiegeln so die Schönheit des Ortes wider. Nicht die Bewegung steht im Vordergrund, sondern vielmehr die Ruhe und Gelassenheit der Kulturlandschaft, die uns umgibt.

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Bewusst spielen Menschen auf den Bildern keine Rolle, mit einer Ausnahme; das Kalenderblatt für den Mai zeigt Leute, viele froh gelaunte Trachtlerinnen und Trachtler beim Maibaumaufstellen in der Ortsmitte – wie ein Gegenpol zur übrigen Präsentation der Fotos – und doch so passend. »Die Landschaft in und um Ruhpolding hat einen besonderen, unaufdringlichen Reiz. Unbefangen, aber auch gefühlsmäßig betrachte und erfasse ich sie«, sagte dazu Prof. Dr. Jürgen von Kruedener.

Jedes Monatsbild ist für sich ein Kunstwerk, stellt die sich im Jahreslauf verändernde Landschaft dar, ohne die örtlichen Ereignisse außer Betracht zu lassen. Wenn er die Landschaft »von oben herab« betrachtet, wie beispielsweise die Ansicht von Röthelmoos vom Sulzgrabenkopf aus, wirkt dies nicht arrogant oder herablassend, sondern zeugt vielmehr von einer tiefen Achtung vor die Schöpfung.

Keines der Bilder wirkt langweilig, denn Kruedener versteht es, wie im Januarblatt, ein Licht-Schattenspiel zu integrieren. Und so entstand wieder eine Galerie über die besondere Schönheit der Ruhpoldinger Gegend, Landschaft und Natur. Jeder seiner 100 veröffentlichten Kalender 2014 soll eine Besonderheit sein, sagt Prof. Dr. Jürgen von Kruedener. Darum habe er die Auflage des Kalenders, der in den einheimischen Schreibwarengeschäften und in der Postagentur erhältlich ist, bewusst niedrig gehalten und jeder Kalender wird durch die limitierte Auflage ein besonderes Kunstwerk.

Er sei vom »Blick für das Detail«, den Prof. Dr. Jürgen von Kruedener immer wieder unter Beweis stellt, begeistert, sagte bei der Übergabe des ersten Exemplars Bürgermeister Claus Pichler. Neugierig und mit Spannung betrachtete er »sein Exemplar« und konnte tatsächlich jedes Bild zuordnen. »Sie haben sich eine Eins damit verdient«, meinte augenzwinkernd der Herausgeber. hab