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Ruhpoldinger Ortszentrum in neuem Glanz

Ruhpolding. Die Neugestaltung der Hauptstraße, des Dorfplatzes und der westlichen Bahnhofstraße ist abgeschlossen. Das war Grund, die Dorfplatzeinweihung zu feiern, die von der Rauschberger Trachtenkapelle musikalisch umrahmt wurde. »Schön ist es geworden«, sagte Bürgermeister Claus Pichler.

Mit dem Bau der Ortskernumfahrung sei man gezwungen gewesen, im Ortskern eine neue Verkehrsführung umzusetzen, sagte der Rathauschef. In diesem Zusammenhang ließ er noch einmal die einzelnen Probephasen zur Verkehrsberuhigung Revue passieren, die »für sehr viel Diskussion gesorgt haben«. Letztlich seien aber daraus die Maßnahmen für die jetzige Gestaltung des Ortskerns entstanden. Die Reduzierung des Verkehrs lasse sich auch belegen: 2005 seien noch 11 614 Kraftfahrzeuge durch Ruhpolding gerollt, nach Fertigstellung des Schlosstunnels nur noch rund 4400. Er erwähnte noch einmal die Maßnahmen. Das Konzept des verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs mit einer 20-km/h-Zone sei umgesetzt worden, breite Gehwege und behindertengerechte Tiefborde, sowie Querungshilfen für Fußgänger wurden geschaffen, sowie die Beleuchtung erneuert. Dank des Entgegenkommens der Anlieger habe man diese Maßnahmen verwirklichen können.

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Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,062 Millionen Euro, wovon rund 800 000 förderfähig waren, was einen Zuschuss von einer halben Million Euro bedeute. Die Anlieger haben 143 000 Euro beigesteuert, sodass aus dem Gemeindehaushalt rund 400 000 Euro zu bezahlen waren. »Ich hoffe, dass wir mit den drei Abschnitten noch nicht am Ende sind«, sagte Pichler abschließend.

»Hier ist etwas geschaffen worden, was Ruhpolding und den Tourismus weiterbringt«, sagte Landratstellvertreter Sepp Konhäuser. Möglich geworden sei dies letztlich durch die 30-jährige Hartnäckigkeit des Gemeinderates zur Verwirklichung einer Ortskernumfahrung und Dank des Städtebauförderprogramms.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes, Michael Mayer, meinte: »In Ruhpolding ist damit ein Meilenstein gelungen«. Dies sei wichtig für den Tourismus und den Ort. Auch mit Hilfe des Förderprogramms der Gemeinde, das noch bis Ende des Jahres läuft, sei »viel passiert im Hinblick auf die Verschönerung der Fassaden«. Die Ortskernverschönerung trage darum zum Standbein Tourismus und damit auch für den Handel bei.

Der katholische Ortspfarrer Otto Stangl und sein evangelischer Amtskollege Thomas Schmeckenbecher erteilten den kirchlichen Segen für die gelungene Ortskernsanierung. Mit dem Durchschneiden des Absperrbandes wurde der Dorfplatz offiziell seiner Bestimmung übergeben. hab