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Rund eine Million Masken und Handschuhe ausgeliefert

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Traunstein: Rund eine Million Masken und Handschuhe ausgeliefert
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Viele Schutzmaterialien wie Masken, Handschuhe und Kittel lieferten die Helfer zu Arztpraxen, Pflegeheimen und anderen Bezugsberechtigten. (Foto: Hobmaier)

Landkreis – Zum Schutz der Bürger im Landkreis Traunstein während des dreimonatigen Katastrophenfalls zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie engagierten sich überaus viele Helfer. Sie leisteten Herausragendes: Vom 16. März bis 16. Juni lieferten sie rund eine Million Masken, Handschuhe und Kittel sowie 26.000 Liter Desinfektionsmittel zu 429 Bezugsberechtigten wie Arztpraxen oder Pflegeheimen.


Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern schlugen die Örtliche Einsatzleitung sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz ihre Lager im Landratsamt Traunstein auf. »Derzeit sind alle Strukturen und Einheiten auf Standby und werden bei Bedarf reaktiviert«, so Christof Grundner, der als Örtlicher Einsatzleiter bestellt war.

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Überaus groß war das Netzwerk zur Bewältigung der Katastrophe im Landkreis Traunstein. Neben den Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW), dem Bayerischen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie Wasserwachten und Bergrettungseinheiten, der Bayerischen Polizei, der Bundespolizei, der Integrierten Leitstelle sowie dem Landratsamt waren sehr viele Behörden und Organisationen bei der Bewältigung dieser »besonderen Lage« gefordert.

Rund 250 Transporte bewerkstelligten die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk sowie die Mitarbeiter des Landratsamts. Dabei legten die Fahrzeuge rund 18 000 Kilometer zurück. Den Löwenanteil mit rund 160 Fahrten haben dabei die ehrenamtlichen Mitglieder des THW gestemmt. Diese waren darüber hinaus für die Kommissionierung der Warenlieferungen verantwortlich.

1678 Pakete wurden in Empfang genommen, umverteilt und weitergegeben. Dazu wurde eigens eine Lagerhalle zum »Speditionsumschlagplatz« umfunktioniert, damit man die hohe Anzahl an Warenein- und -ausgängen bewerkstelligen konnte.

»Da kamen schon ordentliche Mengen zusammen«, so Grundner. Rund eine halbe Million Schutzmasken, eine weitere halbe Million Schutzhandschuhe, mehr als 12 000 Schutzkittel und 26 000 Liter Desinfektionsmittel fanden so ihre Abnehmer. Hinter diesem logistischen Großprojekt steckt eine Unmenge an Organisationsleistung, was sich in rund 4200 Stunden Stabsarbeit aller Mitglieder der Örtlichen Einsatzleitung widerspiegelt. 35 Personen haben im Schichtdienst Aufgaben innerhalb des Stabes übernommen und waren wechselweise über die drei Monate im Einsatz.

»Dies alles haben ehrenamtliche Helfer auf die Beine gestellt, und diesen unglaublichen Einsatz kann man gar nicht hoch genug würdigen. Und auch die Arbeitgeber haben ein maximal mögliches Maß an Entgegenkommen und Flexibilität über einen langen Zeitraum aufgebracht, damit die Ehrenamtlichen ihren Dienst verrichten können«, zeigt sich der Örtliche Einsatzleiter schwer beeindruckt. »Die Zusammenarbeit untereinander funktionierte stets wunderbar, man konnte sich auf eine gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung auch in kritischen Phasen stets verlassen«. Die Mitglieder der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung waren in besonderem Maße gefordert.

Sie zeigten sich für den reibungslosen Betrieb im Stabsraum verantwortlich. Dabei organisierten sie 40 Lagebesprechungen, machten rund 3000 Einträge im Einsatzprotokoll, verteilten rund 2000 E-Mails und nahmen rund 550 Telefonanrufe entgegen. In der Stabsstelle »Presse- und Medienarbeit« wurden 16 Pressemitteilungen erstellt und 30 Newsletter als »Informationen für Einsatzkräfte« flächendeckend an alle Organisationen verteilt.

Seitens des Sanitätsdienstes wurde die Screeningstelle am Kreisbauhof für 28 Tage mit ehrenamtlichen Helfern betrieben. Die Psychosoziale Betreuung war bei 19 Einsätzen gefordert. Darüber hinaus wurden von zahlreichen Helfern sechs Notunterkünfte eingerichtet, die Verlegung von 80 Personen medizinisch begleitet und durch Einheiten der Feuerwehren abgesichert. Hob