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Rundes Fass, eckiges Fass

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Ums Eck gedacht
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Das ist der Erfinder eines eckigen, zerlegbaren Weinfasses. Foto: Uwe Anspach/dpa Foto: dpa

Wein wird in Fässern abgefüllt. Darin gewinnt er mehr Geschmack und bleibt haltbar. Auch Sauerkraut kommt in eine Art Fass. Doch warum sind diese Behälter eigentlich rund?


»Ein Fass ist rund, weil es so am besten dichthält«, erklärt ein Fachmann. Die gebogenen Bretter an der Seite werden Dauben genannt. Sie werden extra schräg gehobelt. »Auf diese Weise können sie passgenau aneinandergepresst werden«, sagt der Experte. Ohne Klebstoff halten die Dauben zusammen - und dicht.

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Nun hat ein Schreiner ein eckiges Fass entwickelt. Es sieht eigentlich eher aus wie ein Schrank. Die Dauben sind alle gerade. Das soll Holz und Kosten sparen. Außerdem könne man eckige Fässer besser lagern und stapeln, sagt der Schreiner.

Doch nicht alle Fass-Macher halten so viel vom eckigen Fass. »Daran haben sich schon viele Leute versucht«, sagt der Experte. »Durchgesetzt hat sich die Idee noch nicht.« Die Flüssigkeit im Fass würde die Dauben nach und nach verformen. Und dann eben nicht mehr so dichthalten wie ein rundes Fass.

Rebarrique

Verband des Deutschen Fass- und Weinküferhandwerks