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Russlands Sportministerium verbot Weitergabe von Dopingtests

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Dopingkontrolle
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Das Moskauer Doping-Kontrolllabor hat jahrelang verdächtige Proben nicht an die WADA weitergeleitet. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa

Montreal (dpa) - Auf Anweisung des russischen Sportministeriums hat das Moskauer Doping-Kontrolllabor jahrelang verdächtige Proben nicht an die Welt-Anti-Doping-Agentur weitergeleitet.


Darüber informierte die WADA 60 Vertreter des Weltsports bei einem Treffen am Donnerstag in Lausanne, heißt es in einer WADA-Mitteilung. Wie im ersten McLaren-Bericht dargelegt, habe das Moskauer Labor «unter vollständiger Verletzung» der WADA-Laborstandards dem russischen Sportministerium die verdächtigen Proben gemeldet. «Das Ministerium hat sie mit dem Vermerk 'save' [«zurückhalten»] oder einer 'Quarantäne'-Anweisung zurückgeschickt», erklärte die WADA. Bei 'save' sollte das Moskauer Labor der WADA die (verdächtige) Probe als negativ melden.

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Bei dem Meeting in Lausanne waren Vertreter der Weltverbände, des Internationalen Olympischen Komitees und des Internationalen Paralympische Komitees sowie der Anti-Doping-Agenturen dabei. Die Moskauer Daten geben einen detaillierten Einblick in das systematische Doping in Russland.

WADA-Mitteilung