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Rydzek/Frenzel Zweite im Team-Sprint

Lahti (dpa) - Zum Happy-End fehlten Eric Frenzel und Johannes Rydzek nur 1,2 Sekunden. Beim Teamsprint-Weltcup im finnischen Lahti mussten die Nordischen Kombinierer nach einem Sprung und dem 15-Kilometer-Staffellauf nur den Norwegern Jörgen Graabak und Havaard Klemetsen den Vortritt lassen.

Podest
Die Norweger konnten Eric Frenzel (l) und Johannes Rydzek abfangen, Frankreich wurde Dritter. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa

Das zweite deutsche Team mit Björn Kircheisen, der den erkrankten Fabian Rießle vertrat, und Tino Edelmann lief als Vierter hinter Frankreich knapp am Podium vorbei.

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Wie schon bei den Winterspielen in Sotschi war Doppel-Olympiasieger Graabak im Finish nicht zu schlagen. «Das war ärgerlich. Ich habe mich richtig gut gefühlt auf der letzten Runde und wollte auf der Abfahrt innen vorbei, da macht er natürlich die Kurve zu», schilderte Vortagessieger Rydzek die entscheidende Rennszene. «Auf der Zielgerade habe ich dann keine Chance mehr gehabt.»

Nach dem Springen hatte das DSV-Duo acht Sekunden vor den Norwegern gelegen. Auf den ersten 1,5 Kilometer langen Schleifen, die jeder Athlet fünfmal bewältigen musste, konnte der Vorsprung sogar leicht ausgebaut werden. Doch auf der viertletzten Runde schloss Klemetsen zu Gesamt-Weltcupsieger Frenzel auf und legte damit den Grundstein für den Erfolg der Norweger. «Die Fitness ist nicht mehr so da wie zu Beginn der Saison. Es war sehr anstrengend in dem tiefen Schnee», berichtete Frenzel.

Coach Ronny Ackermann, der Bundestrainer Hermann Weinbuch vertrat, trauerte dem verpassten Sieg ein wenig nach. «Schade. Es war ein sehr guter Wettkampf. Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht. Ich hätte Klemetsen nicht so stark eingeschätzt. Der ist wirklich sehr, sehr stark gelaufen und hat Norwegen im Spiel gehalten», analysierte er.

Vorwürfe wollte er seinen Schützlingen aber nicht machen. «Bei Eric gingen die letzten zwei Runden etwas zäh. Ich denke, aufgrund des Infektes bei den Olympischen Winterspielen fehlen ihm ein bisschen die letzte Spritzigkeit und die letzten Körner», stellte Ackermann fest.

Dennoch befürchtet er keinen Spannungsabfall für die noch ausstehenden Weltcups in Trondheim, Oslo und Falun. «Das Team hat einen sehr guten Geist. Alle sind motiviert und haben noch Spaß an dem, was sie machen. Wir freuen uns auf die nächsten Orte und wollen auch dort unsere besten Leistungen zeigen.»