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Saisonauftakt in der Fußball-Kreisklasse IV

Nach zehn Wochen Pause rollt an diesem Wochenende in der Fußball-Kreisklasse IV wieder der Ball. Wie im Vorjahr dürfte eine sehr ausgeglichene Liga mit vielen brisanten Duellen zu erwarten sein. Zudem versuchen gleich fünf Vereine ihr Glück mit einem neuen Trainer.

Eröffnet wird die Saison am Freitagabend mit einem Lokalderby: Um 19 Uhr stehen sich der SC Inzell und der TSV Siegsdorf im Ludwig-Schwabl-Sportpark gegenüber. Nach der starken Vorsaison, in der der SCI als Neuling nur knapp an der Aufstiegsrelegation vorbeischrammte, wollen die Schützlinge von Trainer Willi Aigner dieses Ergebnis bestätigen und wieder unter die ersten Fünf kommen. Neu im Kader sind Andreas Wieser (SC Weißbach) sowie die Nachwuchsspieler Armin Dumberger, Lukas Lackner, Christian Bauregger, Franz Bauregger, Berni Hallweger und Fabian Zeidler, die vereinzelt in der abgelaufenen Spielzeit schon auf Kreisklassen-Einsätze gekommen sind. Sebastian Schwabl und Florian Marchl haben die Inzeller hingegen in Richtung Weißbach verlassen. Auch beim Vorjahresvierten aus Siegsdorf hat man es auf die vordersten Plätze abgesehen. Dorthin führen soll den TSV ein Rückkehrer. Helmut Felber, langjährige Mittelfeldstütze des 1. FC Traunstein, hat im Sommer das Traineramt von Hans Geiger übernommen und steht nun bei seinem Heimatverein an der Seitenlinie. Verstärkt wird sein Kader durch die Nachwuchsakteure Fabian Dufter, Helmut Grad, Sebastian Gruber, Hansi Hornauer, Michael Huber, Fabian König, Felix König, Sven Quilitzsch und Nicolai Theinl. Als Saisonziel wurde die Verbesserung des Vorjahresergebnisses ausgegeben, ein Erfolg im Derby wäre sicherlich kein schlechter Anfang.

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Die DJK Otting muss sich nach einem wenig erfolgreichen Kreisliga-Jahr wieder in der Kreisklasse beweisen. Als Nachfolger für den bisherigen Trainer Richard Schneider wurde Michael Fenninger verpflichtet, der zuletzt beim SV Surberg aktiv war. Dessen Mannschaft muss mit Maximilian Prams und Manfred Huber (beide zum TSV Waging) sowie Christian Putz (zum TSV Petting) und Stefan Kühnhauser (Karriereende) vier Abgänge verkraften, Neuzugänge gibt es nicht zu vermelden. Auch darum gibt man sich in Otting bescheiden und visiert nur einen Platz im Tabellenmittelfeld an. Der SV Kirchanschöring II, den die DJK am Samstag um 15 Uhr empfängt, hat mit Michael Auer, Dennis Baumgartner, Valentin Budemann, Christian Fuchs, Lukas Hoyer, David Otter, Thomas Mayer, Thomas Quast, Fabian Starnecker, Korbinian Stockmann und Max Vogl gleich eine ganze Reihe hoffnungsvoller Talente aus der erfolgreichen A-Jugend der JFG Salzachtal bekommen. Zudem tragen Franz Hofmann (bisher SV Kay) und »Joe« Steinmaßl (Rückkehrer vom ESV Traunstein) fortan das gelb-schwarze Trikot. Trainiert wird die Mannschaft künftig von Rudi Tschoner, der die A-Jugend in der Vorsaison zur Bezirksoberliga-Meisterschaft führte. Auch wenn beim SVK der Neuaufbau der Zweiten Mannschaft als Saisonziel ausgegeben wurde, ist der jungen Mannschaft durchaus die eine oder andere Überraschung zuzutrauen.

Eine Zittersaison wie zuletzt, die erst nach vier Relegationsspielen ein glückliches Ende nahm, will der TSV Grabenstätt nicht noch einmal erleben. Darum soll mit den Neuzugängen Simon Hiendl, Thomas Stefanutti (beide TSV Übersee), Martin Hell (SC Schleching) und Alexander Wortmann (WSV Aschau) der schnellstmögliche Klassenerhalt geschafft werden. Zudem stoßen mit Kilian Haitzer, Severin Thum und Dominik Kastner drei Nachwuchsspieler zur Mannschaft von Siegi Straßhofer, der dadurch auch hofft, selbst die Stiefel nicht mehr schnüren zu müssen. Schwer wiegt für die Grabenstätter der Ausfall von Stammtorwart Martin Spiegelberger, der nach einer Schulteroperation die ganze Vorrunde pausieren muss. Doch auch ohne Spiegelberger sollte Grabenstätt im ersten Saisonspiel auf Punkte hoffen können, denn mit dem TSV Tengling ist am Samstag ab 16 Uhr eine Mannschaft zu Gast, die in der Vorsaison nur zwei Punkte mehr verbuchen konnte als die Gastgeber. Auch für die Truppe von Spielertrainer Bernie Mühlbacher wird es in der zweiten Kreisklassen-Saison wohl nur um den Klassenerhalt gehen.

Zur selben Zeit bestreitet der BSC Surheim sein Auftaktspiel zu Hause gegen den TSV Chieming. Die Surheimer, die als Vorjahreszweiter erst in der Aufstiegsrelegation am SC Anger scheiterten, planen einen erneuten Anlauf auf den Ligensprung. »Unser Ziel ist und bleibt die Kreisliga«, unterstrich BSC-Trainer Hans Streitwieser, der auf einen nur leicht veränderten Kader vertrauen kann. Aus der A-Jugend kommen Philipp Mader, Bernhard Geigl, Marco Edelmann und Maxi Offer ins Herrenlager. Beibehalten will der BSC seine Heimstärke. In der letzten Saison holte man auf eigenem Platz 28 von 30 möglichen Punkten. Diese Bilanz ist nicht zuletzt in Chieming bekannt, doch auch dort hat man ambitionierte Ziele. Nach mehreren Jahren im vorderen Mittelfeld soll nun mit dem neuen Trainer Andreas Dörner ein Angriff auf die Tabellenspitze unternommen werden. »Ich möchte mit der Mannschaft in der neuen Saison unter den ersten Drei landen«, sagte der 33-jährige Nachfolger von Herbert Pelzl. Bauen kann Dörner auch auf den zuletzt pausierenden Routinier Christian Surauer, der wieder ins TSV-Trikot schlüpfen wird. Nicht mehr dabei ist hingegen Bernhard Polleichtner, der sich dem TSV Marquartstein angeschlossen hat.

In den beiden Sonntagsspielen, die jeweils um 15 Uhr angepfiffen werden, stehen sich der SV Saaldorf und der TSV Fridolfing sowie der TSV Petting und der TSV Teisendorf gegenüber.

Saaldorf will sich nach dem Abstieg aus der Kreisliga in der Spitzengruppe der Kreisklasse etablieren und im Aufstiegskampf mitmischen. Für dieses Vorhaben stehen Trainer Peter Prechtl neben seinen bisherigen Schützlingen auch die Nachwuchsspieler Michael Klinger, Christoph Hintermeier, Domenik Tschimke, Domenik Hergott, Harald Moosleitner, Andreas Schuhegger, Florian Lindner, Stefan Schreyer, Simon Zebhauser und Stefan Pöllner zur Verfügung. Seine Laufbahn beendet hat hingegen Florian Auer. Bescheidenere Ziele hat der Auftaktgegner TSV Fridolfing. Nach dem schwachen Abschneiden in der Vorsaison will die Mannschaft von Trainer Andreas Horner in diesem Jahr mit dem Abstieg nichts zu tun haben und sich im gesicherten Mittelfeld platzieren. Manuel Schild, der nach acht Jahren beim SV Kirchanschöring zum TSV zurückgekehrt ist, soll die Fridolfinger Elf auf dem Platz anführen und zugleich als Co-Trainer fungieren. Weitere Zugänge sind Alexander Deubzer, Maxi Kiermeier und Manuel Schild (alle aus der A-Jugend der JFG Salzachtal). Andreas Fellner wagt nach zwei Kreuzbandrissen einen neuen Anlauf auf dem Spielfeld.

Einen kleinen Neubeginn strebt der TSV Petting an. Nach dem Abgang von Trainer Kruno Ruzic konnte der Saaldorfer Franz-Xaver Butzhammer als Nachfolger gewonnen werden. Dieser soll die Pettinger vor einem erneuten Gang in die Abstiegsrelegation bewahren und die jungen Spieler integrieren. Den zum USV Anthering abgewanderten Stammtorhüter Christopher Mayer soll der bisherige Schlussmann der DJK Otting, Christian Putz, ersetzen. Vom SV Leobendorf kam Philipp Kittel und vom SV Kay Martin Fellner. Zudem wollen sich die Nachwuchsspieler Daniel Singhartinger und Andreas Schnappinger im Herrenbereich etablieren. Am ersten Spieltag begrüßt die Butzhammer-Elf den TSV Teisendorf, der als einziger Aufsteiger in diese Liga eingeteilt wurde. Der souveräne Meister der A-Klasse VII dürfte nicht zu unterschätzen sein. Zuletzt schaffte es die Elf von Trainer Moritz Bauregger immerhin bis ins Endspiel des Wieniger-Pokals und schlug dabei einige höherklassige Mannschaften.

Noch eine Woche mehr Zeit zur Vorbereitung hat der SV Oberteisendorf. Die Stutz-Elf hat am Eröffnungswochenende spielfrei und greift erst am 12. August mit der Auswärtspartie in Fridolfing ins Geschehen ein.