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Sauberes Wasser in Eigenregie erreicht

Marquartstein. 100 Haushalte werden vom Wasserbeschaffungsverein Piesenhausen (WBV) mit Trinkwasser versorgt, das entspricht rund 400 Personen. Beim »Tag der offenen Wasseraufbereitung« schien es wegen der hohen Besucherzahlen nutzten etliche von ihnen die Möglichkeit, das neue Gebäude und die neue technische Anlage zur Wasseraufbereitung in Piesenhausen in der Nähe des Hochbehälters anzuschauen. Das Wetter war ideal, sodass viele die Gelegenheit zu einem Spaziergang oder Radlausflug zu den Geißbergquellen an der Katzbergstraße nutzten, zumal die Vorstandschaft auch noch für Verpflegung gesorgt hatte.

Reger Betrieb herrschte beim »Tag der offenen Wasseraufbereitungsanlage« des Wasserbeschaffungsverbands Piesenhausen. (Foto: Giesen)

Nicht immer lief die Wasserversorgung in Piesenhausen so reibungslos wie seit dem Ende des letzten Jahres wieder. Seit Sommer 2011 waren bei den Untersuchungen des Gesundheitsamts Traunstein immer wieder Kolibakterien im Wasser nachgewiesen worden, sodass das Wasser in den Haushalten zeitweise abgekocht werden musste. Später sorgte vorübergehend eine mobile Chlorierungsanlage für die Sauberkeit des Wassers. Im Dezember 2011 wählten die Mitglieder des WBV eine neue Vorstandschaft. Vorsitzender wurde Anton Seitz, Stellvertreter Andreas Scheck, Wasserwart Georg Mayer, Beisitzer Christine Dirscherl, Hans König, Martin Noichl und Josef Rier junior. Als Schriftführerin wurde Georgine Riedinger-Thiele berufen, als Kassiererin Martina Noichl. Die Mitglieder entschieden zudem, dass der WBV in Eigeninitiative ein neues Gebäude und eine neue technische Anlage zur Wiederaufbereitung des Wassers installieren wollte. Auf Antrag der Vorstandschaft wurde zudem von da ab eine jährliche Wassergebühr von zwei Euro pro Kubikmeter Wasser erhoben, während es bis dahin nur eine geringe jährliche Grundgebühr gegeben hatte.

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Im September wurden die technischen Möglichkeiten geprüft. Die Firma Kastner Betonbau aus Inzell erstellte das neue Gebäude, fünf mal sechs Meter in der Grundfläche, wobei die Mitglieder des WBV kräftig mit Hand anlegten. Die technische Anlage installierte die Firma Zach. Die beiden Quellen wurden neu angeschlossen. Nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes wird das Wasser jetzt durch eine Ultrafiltrationsanlage gepumpt und sodann mit UV-Licht bestrahlt, damit hundertprozentig keimfreies Wasser entsteht. Der jeweilige Füllstand des Hochbehälters und der gesamte Arbeitsprozess der UV-Anlage können per Fernsteuerung überwacht werden. Die Gesamtkosten für die neue Anlage beliefen sich auf rund 130 000 Euro, die vom WBV getragen werden. gi