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Schaaf lobt FC Bayern - Abschied von Pizarro in Bremen

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Ex-Bremer
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Claudio Pizarro könnte im Bayern-Sturm gegen seinen ehemaligen Verein von Beginn an auflaufen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa

Bremen (dpa) - Streicheleinheiten statt Giftpfeile: Vor dem 93. Nord-Süd-Klassiker zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München ist von der einstmals großen Rivalität der beiden Clubs nichts zu spüren.


Werder-Trainer Thomas Schaaf lobte das Gäste-Team in hohen Tönen, Bayern-Stürmer Claudio Pizarro wird vor dem Anpfiff an diesem Samstag sogar von seinem Ex-Club Werder im Weserstadion offiziell verabschiedet. «Das haben wir mit dem FC Bayern so besprochen», sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs.

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Trainer Thomas Schaaf stellte dem ungeschlagenen Tabellenführer und seinem Kollegen Jupp Heynckes ein gutes Zeugnis aus. «Die Bayern setzen ihre Qualitäten hervorragend um. Sie wirken geschlossener und entschlossener und sie treten als Mannschaft auf», urteilte der Werder-Coach. Deshalb werde es schwer, ihren Lauf zu stoppen. «Es hängt davon ab, wie sehr wir das Spiel des FC Bayern zulassen.»

Ob Bayern-Leihgabe Nils Petersen gegen seinen früheren Club von Beginn an mitspielen darf, ließ Schaaf offen. Beim 2:1-Auswärtssieg in Freiburg stand zuletzt der Nigerianer Joseph Akpala als Mittelstürmer in der Startelf. Der Zugang erzielte auch ein Tor, dennoch wird in Bremen mit der Rückkehr von Petersen in die Anfangsformation gerechnet. «Es ist immer etwas Besonderes, gegen seinen Ex-Verein zu spielen», sagte Petersen.

Gespannt darf man auf die Reaktion der 42 100 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion bei der Verabschiedung von Pizarro sein. Bei einer ähnlichen Aktion war vor einigen Jahren Miroslav Klose mit gellenden Pfiffen bedacht worden. Diesmal sollte es freundlicher zugehen, der schlitzohrige Peruaner ist bei den Bremer Fans und auch bei Trainer Schaf immer noch beliebt.

«Ich freue mich immer, Claudio zu sehen. Ich freue mich auch, wenn er spielen würde, und ich freue mich auch, wenn er kein Tor erzielt und nicht so gut gegen uns spielen würde», sagte Schaaf. Ob letztlich Pizarro oder der Kroate Mario Mandzukic als derzeit erfolgreichster Bundesliga-Profi im Bayern-Angriff spielen, sei ihm egal. «Es ist immer schwer, sie zu stoppen», sagte Schaaf.

Claudio Pizarro darf durchaus auf einen Startelf-Einsatz hoffen. «Es bietet sich schon an, unter Umständen einen Wechsel durchzuführen. Aber da muss ich mir noch Gedanken machen», sagte Bayern-Trainer Heynckes.

Pizarro könnte im Zuge der Rotation beim Tabellenführer der Fußball-Bundesliga für Mario Mandzukic in die Mannschaft rücken. Freuen darf sich Pizarro auf jeden Fall über seine offizielle Verabschiedung an der Weser. «Das haben wir mit dem FC Bayern so besprochen», sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs am Freitag. «Ich freue mich immer, Claudio zu sehen. Ich freue mich auch, wenn er spielen würde, und ich freue mich auch, wenn er kein Tor erzielt und nicht so gut gegen uns spielen würde», sagte Trainer Thomas Schaaf.

Nicht mit in den Norden reiste Arjen Robben. Der Niederländer wurde wegen seiner im Spiel gegen Wolfsburg erlittenen muskulären Probleme von Heynckes vorsichtshalber zu Hause gelassen. Dagegen steht der nach dem Wolfsburg-Spiel ebenfalls angeschlagene Javi Martínez zur Verfügung.

Für Robben dürfte Thomas Müller wieder in die Startformation rücken. Wegen einer Erkältung hatte der WM-Torschützenkönig am Dienstag beim 3:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg gefehlt. Neben Müller ist auch Toni Kroos ein Kandidat für eine Rückkehr in die Startelf.

Die Bayern streben in Bremen den sechsten Sieg im sechsten Liga-Spiel an. «Wir müssen in der Art und Weise weitermachen, wie wir das bisher getan haben», erklärte Heynckes. Der Mannschaft habe er in der Besprechung gesagt, «dass wir uns nicht einlullen lassen dürfen. Wir gehen unseren Weg, ohne uns von dem äußeren Ballyhoo beeinflussen zu lassen. Bundesligaspiele sind keine Selbstläufer, vor allem nicht in Bremen.» Beim Gegner habe sich «vieles verändert» durch den 2:1-Sieg in Freiburg, mahnte Heynckes: «Sie sind zusätzlich motiviert für das Spiel gegen uns.»