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Schäden am Waldfriedhof liegen im fünfstelligen Euro-Bereich

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Sieben Bäume, die zum Teil in Schieflage geraten und zum Teil auf Gräber gestürzt waren, ließ die städtische Friedhofsverwaltung entfernen. (Fotos: Pültz)

Traunstein – Hohen Sachschaden verursachte Sturm »Bianca« auf dem Waldfriedhof in Traunstein. Bäume gerieten in Schieflage, stürzten um und fielen auf Gräber. Tage nach dem Sturm treten nun die Schäden deutlich zutage. Um sie zu beheben, ist insgesamt eine Summe nötig, die im fünfstelligen Bereich liegen wird.


Genaue Zahlen liegen nicht vor. So viel jedoch steht schon fest: Für die Beseitigung der Schäden an den Grabstätten müssen die Nutzungsberechtigten aufkommen. Wenn wie im Falle von »Bianca« der Sturm Orkanstärke annimmt, liege kein Verschulden vor, weshalb keine Versicherung für den Schaden aufkomme, so Pressesprecherin Agnes Lamminger gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Somit müssten die Grabnutzungsberechtigten die Spuren, die der Sturm angerichtet hat, auf eigene Rechnung beseitigen.

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Schäden an 25 Grabstätten

War »Sabine« in der Nacht von Montag, 10., auf Dienstag, 11. Februar, in Traunstein am Ende weit weniger gefährlich gewesen, als ihn die Meteorologen angekündigt hatten, trat »Bianca« in der Nacht von Donnerstag, 27., auf Freitag, 28. Februar, heftiger auf, als im Vorfeld angenommen worden war.

Die orkanartigen Böen brachten die alten und hohen Bäume auf dem Waldfriedhof ins Wanken. Nicht wenige gerieten in Schieflage. Oder aber sie verloren gänzlich den Halt und kippten zur Seite. »Zwei Bäume fielen um«, berichtet Friedhofsverwalter Martin Schmitz. Mit all ihrem Gewicht stürzten sie seinen Angaben zufolge zu Boden, entwurzelt blieben sie liegen – auf und neben den Grabsteinen. Insgesamt 25 Grabstätten seien beschädigt worden. Von Freitag bis Dienstag sperrte dann die Stadt den Waldfriedhof, um aufzuräumen und die Sicherheit wiederherzustellen. »Wir haben sieben Bäume entfernt«, sagt Schmitz.

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Die Schäden, die der Sturm »Bianca« im Waldfriedhof verursachte, besichtigten Oberbürgermeister Christian Kegel (rechts) und Friedhofsverwalter Martin Schmitz.

Oberbürgermeister Christian Kegel machte sich nun gemeinsam mit der dritten Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner, der Stadtratsreferentin für den Waldfriedhof, ein Bild von der Lage. »Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich«, sagt Kegel.

Annehmen muss man, dass die einzelnen Reparaturen auf den Grabstätten jeweils viel Geld kosten. Als Beispiel nennt Friedhofsverwalter Schmitz einen umgestürzten, beschädigten Bildstock. Das Marterl müsse nun in die Werkstatt gebracht und dort dann neu aufgebaut werden – alles in allem werde sich ein erheblicher Aufwand ergeben, der am Ende vielleicht sogar mit Kosten in Höhe von 2500 Euro zu Buche schlagen wird.

Immer wieder einmal habe der eine oder andere Sturm in der Vergangenheit seine Spuren hinterlassen, sagt Wiesholler-Niederlöhner. Doch sie kann sich nicht erinnern, dass einer von ihnen den Waldfriedhof einmal so schwer erwischt hat wie »Bianca«.

Auch an der Kriegsgräberstätte Hohes Kreuz entwurzelte der Sturm einen mächtigen Baum. Der Soldatenfriedhof war ebenfalls über das Wochenende geschlossen. pü