Schäden an Bahnstrecke bald behoben

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Der Bahnhaltesteig 2 am Bischofswieser Bahnhof erstrahlt bereits in neuem Glanz. (Fotos: Kilian Pfeiffer)
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Unterspülte Bahngleise wie hier in Bischofswiesen-Winkl werden momentan repariert.

Berchtesgadener Land – Nach dem Unwetter vor eineinhalb Monaten im südlichen Berchtesgadener Land plant die Deutsche Bahn alle entlang der Strecke entstandenen Schäden bis Mitte September abschließend behoben zu haben. Das teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage mit. Die Sperrung zwischen Freilassing und Berchtesgaden soll nach der Erneuerung der Stellwerkstechnik am 22. November aufgehoben werden.


Derzeit gleicht die Zugstrecke zwischen Berchtesgaden und Hallthurm einer Großbaustelle. Augenmerk liegt auf den Schäden, die während des Hochwassers Mitte Juli entstanden waren. Es gab mehrere Murenabgänge sowie Schäden an Gleisen, Bahnübergängen, Brücken und Durchlässen, die nun beseitigt werden. Im ersten Schritt initiierte die Bahn Maßnahmen, die die Entstehung weiterer Schäden verhindern sollen: Darunter etwa die Sicherung von Böschungen, Oberleitungsanlagen und Bahnübergangsschalthäusern. Anschließend setzten Arbeiter den Oberbau soweit instand, dass Arbeitszüge und -fahrzeuge für die Schadensbehebung wieder auf den Gleisen verkehren können – mit geringer Geschwindigkeit. Momentan läuft die Wiederherstellung an Gleisen und Bauwerken an der Strecke, so der für Presseangelegenheiten zuständige Sprecher.

Auch die Baustelle am Bahnhof Bischofswiesen, der zurzeit barrierefrei ausgebaut wird, war vom Starkregen betroffen. Zeitweise war die Ache im Ortskern von Bischofswiesen über ihre Ufer getreten, hatte die Baustelle, auf der die Bahn 4 Millionen Euro investiert, überflutet. »Es sind aber keine Schäden entstanden, die sich auf die Bauarbeiten am Bahnhof auswirken«, heißt es bei der Deutschen Bahn.

Die Vorarbeiten am Bischofswieser Bahnhof starteten bereits Mitte Februar, die Hauptbaumaßnahme begann im März. Die Bahnsteige an Gleis 2 werden bereits seit dem 8. Mai wieder genutzt, allerdings laufen momentan noch Restarbeiten. Aktuell befinden sich die Beteiligten in den Vorbereitungen für die zweite Bauphase, »in der ab September der Hausbahnsteig an Gleis 1 erneuert wird«, so der Bahnsprecher. Unter anderem erhält Bischofswiesen neue Bahnsteige inklusive eines Blindenleitsystems. Zudem entstehen zwei neue Außenbahnsteige und eine Eisenbahnüberführung, die den »Brennersteg« ersetzen und zugleich als Zugang zu den Bahnsteigen dienen wird. Der Abschluss aller geplanter Maßnahmen ist nach derzeitigem Stand im November.

Die seit langem angedachten Bahnhaltepunkte Bischofswiesen-Winkl und Bad Reichenhall Nord sollen nach heutigem Stand mit dem Fahrplanwechsel im Jahr 2025 in Betrieb gehen. »Restarbeiten folgen noch im Jahr 2026«, so der Bahnsprecher. Der Bahnhaltepunkt in Winkl ist seit Jahren angekündigt und war bereits mehrere Male deutlich nach hinten verschoben worden.

Kilian Pfeiffer